Trepoll: Rot-Grün verschläft länderübergreifendes Projekt „Kombibad Süderelbe“
Harburg – Sommer, Sonne, Hitze – und kein Badevergnügen in Sicht: Während die Temperaturen am kommenden Wochenende auf weit über 30 Grad klettern sollen, fehlt es den Harburgerinnen und Harburgern weiterhin an Möglichkeiten zur Abkühlung vor der eigenen Haustür. Wer nicht ins niedersächsische Umland oder in einen anderen Hamburger Bezirk ausweichen will, schaut in die Röhre – und das seit fast drei Jahren.
MidSommerland seit Herbst 2023 geschlossen – die Zahlen sprechen Bände
Der Hauptgrund für die missliche Lage ist die anhaltende Schließung des MidSommerlandes am Außenmühlenteich im Harburger Stadtpark. Seit Herbst 2023 ist das beliebte Freizeitbad wegen Ausbau- und Renovierungsarbeiten dicht – ohne absehbares Ende. Dabei war es die mit Abstand meistbesuchte Schwimm- und Badeeinrichtung im Bezirk: 2019 zählte das MidSommerland 236.800 Besucher, selbst im Schließungsjahr 2023 waren es noch 160.200. Zum Vergleich: Das Schwimmbad Süderelbe kam 2025 lediglich auf 131.200 Besucher. Diese Zahlen hat die Harburger CDU-Bürgerschaftsabgeordneten André Trepoll und Birgit Stöver in einer Anfrage an den Hamburger Senat (Drs. 23/4263) erfragt.
Kombibad Süderelbe: Ein Projekt, das im Planungsnebel verschwand
Besonders bitter ist für Trepoll die Lage rund um das seit Jahren geforderte Kombibad Süderelbe. Als länderübergreifendes Gemeinschaftsprojekt hätte es das Neugrabener Schwimmbad – das nur saisonal öffnet und 2024 mit gerade einmal 3.400 Besuchern sogar hinter die Coronajahre zurückfiel – sowie das Schwimmbad in Neu Wulmstorf ersetzen sollen. Doch nun hat der Senat einräumen müssen, dass Neu Wulmstorf sein Bad kürzlich generalsaniert hat und mittelfristig keinen Ersatzbedarf mehr sieht.
„Der von Rot-Grün zu verantwortende jahrelange Planungsstillstand für das Kombibad hat sich gnadenlos gerächt. Neu Wulmstorf hat sich selbst geholfen, während SPD und GRÜNE im Harburger und Hamburger Rathaus das für dieses Projekt so günstige Zeitfenster verschlafen haben“, kritisiert Trepoll. Dass Bäderland und die zuständige Fachbehörde laut Senatsantwort nun Offenheit für eine gemeinsame Bedarfsprüfung signalisieren, lässt der CDU-Kreisvorsitzende nicht gelten: „Die Entscheider von SPD und GRÜNEN hatten alle Zeit der Welt, dieses Projekt ernsthaft voranzutreiben. Stattdessen wurde das Kombibad auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben.“
Hinzu kommt ein weiteres strukturelles Defizit: Als einziger Hamburger Bezirk verfügt Harburg über keine einzige öffentliche Badestelle an einem See oder Fluss. „Der akute Mangel an Schwimm- und Badeflächen in Harburg ist unübersehbar. Die Harburgerinnen und Harburger müssen buchstäblich die rot-grüne Tatenlosigkeit der Vergangenheit ausbaden“, so Trepoll.


