Landkreis Stade

Freimaurer öffnen ihre Türen: Ausstellung in Stade gibt seltene Einblicke

Stade – Zwei Jubiläen, eine Ausstellung: Die Freimaurerei in Stade blickt auf eine fast 250 Jahre alte Geschichte zurück – und erstmals gewähren die Logen der Öffentlichkeit einen ungewöhnlich tiefen Einblick in ihre Welt. Im Foyer des Stader Rathauses ist vom 10. Juli bis 14. August 2026 eine Ausstellung zu sehen, die Ursprünge, Symbole und Selbstverständnis der bis heute weitgehend im Verborgenen agierenden Gemeinschaft beleuchtet.

250 Jahre Freimaurerei in Stade – eine wechselvolle Geschichte

Im September 1777 wurde die erste Freimaurerloge in Stade gegründet. Zwei weitere Logen folgten 1790 und 1822, konnten sich jedoch nicht dauerhaft etablieren. Erst 1845 entstand mit der Loge „Friederike zur Unsterblichkeit“ eine Gemeinschaft, die bis heute besteht – und im vergangenen Jahr ihr 180-jähriges Bestehen feiern konnte. 2027 steht das nächste große Datum an: der 250. Jahrestag der ersten Freimaurerloge in der Hansestadt.

Was steckt hinter dem „Tempel der Humanität“?

Die Ausstellung nähert sich mit Bildern und Texten den zentralen Fragen rund um die Freimaurerei: Woher kommt sie, was sind ihre Ziele, wie ist eine Loge aufgebaut – und welche Bedeutung haben ihre Symbole? Auch das Verhältnis der Gemeinschaft zu Staat und Religion wird thematisiert. Die Logen bestehen nach wie vor ausschließlich aus männlichen Mitgliedern.

Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, 9. Juli, um 19 Uhr statt. Eine vorherige Anmeldung wird bis Mittwoch, 8. Juli, erbeten – per E-Mail an kultur@stadt-stade.de oder telefonisch unter 04141/401-411.

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Ein Kommentar


  1. Die Logen bestehen nach wie vor ausschließlich aus männlichen Mitgliedern.

    Tradition hin oder her- eine Organisation, die heute noch keine weiblichen Mitglieder zulässt, hat den Schuss nicht gehört und ist damit bei mir persönlich unten durch. Da ist ja die katholische Kirche fortschrittlicher, und da gehört echt schon was zu.

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