Protest in Harburg: Demo fordert Schließung der Notunterkunft Schlachthofstraße
Harburg – Am 6. Juni wollen migrationspolitische Initiativen in Harburg auf die Straße gehen. Ab 16 Uhr ist eine Demonstration vom Harburger Rathausplatz bis zur Notunterkunft in der Schlachthofstraße 3–5 geplant. Die Teilnehmenden wollen sich damit den Forderungen von Bewohnerinnen und Bewohnern anschließen, die seit Februar 2025 wiederholt für eine sofortige Schließung des Camps protestiert haben.
Ehemalige Bewohner berichten von schwierigen Bedingungen
Die Kritik an der Unterkunft ist nicht neu. Der ehemalige Bewohner Alla Khalaily schildert seine Erfahrungen eindringlich: „Dieses Lager isoliert uns in vielerlei Hinsicht und erschwert den Alltag aufgrund strenger Regeln und schlechter Bedingungen. Es war ein Ort, der einen eher zurückhielt, anstatt bei der Integration und dem Neuanfang zu helfen.“ Khalaily beschreibt den völligen Mangel an Privatsphäre und die psychische Belastung, die das Leben unter restriktiven Bedingungen über einen langen Zeitraum mit sich brachte.
Linke Harburg und Initiativen fordern Handeln vom Hamburger Senat
Simon Dhemija von Die Linke Harburg richtet scharfe Worte an den Senat: „Die Missstände in der Schlachthofstraße sind dokumentiert, die Leiden der Bewohnerinnen und Bewohner bekannt und die Forderung nach einer Schließung des Camps liegt seit Monaten auf dem Tisch.“ Der Hamburger Senat hatte zunächst angekündigt, die zur Unterkunft umfunktionierte Lagerhalle schließen zu wollen, den Mietvertrag jedoch erneut verlängert. Die Initiatorinnen und Initiatoren der Demonstration fordern die sofortige Schließung des Camps sowie eine menschenwürdige, dezentrale Unterbringung der Bewohnerinnen und Bewohner.



sehr nett,das es immer nur Vorwürfe gibt,wie schlecht es denen doch geht.
Danke für die Dankeshymnen,das wir alles bezahlen.
Danke auch dafür,das ihr wieder in Eure Geburtsorte zurück kehrt,denn dort fühlt ihr euch wohler.
@Conny: Egal was wir tun, es sollte immer der humanen Orientierung folgen. Es muss nicht, aber es kann dazu kommen, dass auch Deutsche flüchten müssen. Dabei ist die Formulierung wichtig: Müssen. Niemand will flüchten, flüchten muss man. Das ist auch für uns nicht undenkbar. Da braucht bloß bei ungünstigen Windverhältnissen ein französisches Atomkraftwerk durchbrennen oder ein paar russische Marschflugkörper „verirren“ sich in diverse Wohngebiete. Man sollte nie ausschließen, dass man das Schicksal von Syrern oder Ukrainern teilt. Freiwillig ist keiner von denen hier.