Kontrollwoche im Landkreis Stade: Jeder vierte Autofahrer verstößt gegen Gurtpflicht
Landkreis Stade – Bei der landesweiten Kontrollwoche „ROADPOL Operation Seatbelt“ haben Polizeikräfte aus mehreren Dienststellen vom 9. bis 15. März im Landkreis Stade den Verkehr überwacht und dabei ein deutliches Problem festgestellt: Trotz hoher Gurtquote fiel rund jedes vierte kontrollierte Fahrzeug mit Verstößen auf.
Im Fokus der Kontrollen standen das richtige Anlegen von Sicherheitsgurten sowie die Nutzung von Rückhaltesystemen für Kinder. Insgesamt hielten die Beamten in der Aktionswoche 430 Fahrzeuge an und überprüften deren Insassen. In 103 Fällen mussten Verwarnungen ausgesprochen oder Bußgelder verhängt werden.
Besonders aufmerksam blickt die Polizei auf die Sicherung von Kindern im Auto. Zwar lag die Sicherungsquote mit Rückhaltesystemen im Jahr 2024 im Durchschnitt bei 99,3 Prozent, doch nicht immer wurden altersgerechte Systeme verwendet. In der Altersgruppe bis fünf Jahre waren auf Landstraßen 1,9 Prozent und innerorts 2,7 Prozent der beobachteten Kinder lediglich mit Erwachsenengurten gesichert und damit nicht passend geschützt.
Auch bei älteren Kindern gibt es Luft nach oben. Kinder ab sechs Jahren waren auf Landstraßen zu 88,9 Prozent mit Kindersitzen gesichert. Auf Innerortsstraßen lag dieser Wert bei 87,7 Prozent.
Bei Erwachsenen zeigt sich ebenfalls ein leichter Rückgang. Nach der jüngsten Verkehrsbeobachtung der Bundesanstalt für Straßenwesen aus dem Jahr 2024 liegt die Gurtanlegequote im Schnitt bei 98,3 Prozent. Im gewerblichen Güter- und Personenverkehr ist die Lage noch auffälliger: Dort tragen im Durchschnitt nur 89 Prozent den Sicherheitsgurt.
Die Polizei verweist auf wissenschaftliche Erkenntnisse, nach denen der Verzicht auf den Sicherheitsgurt das Risiko, bei einem Unfall schwer verletzt oder getötet zu werden, deutlich erhöht. Vor diesem Hintergrund sollen die Kontrollen nicht auf Aktionswochen beschränkt bleiben. Nach Angaben der Polizei werden Überprüfungen auch im regulären Streifendienst fortgesetzt.
Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit im Landkreis weiter zu verbessern und die Zahl schwerer Unfälle mit verletzten oder getöteten Verkehrsteilnehmern zu senken.



Wenn erwachsene Menschen für ihre Freiheit ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzen wollen, dann sollen sie doch.
Dann aber bitte ohne Versicherungsschutz zu Lasten der Gesellschaft. Dafür ist der Sozialstaat nicht gedacht. Man kann es mit dem Nannystaat auch übertreiben.