FDP warnt vor weiterer Schwächung des Harburger Bahnhofs
Fraktion kritisiert Schließung des DB-Reisezentrums und fordert stärkere Unterstützung durch Senat und Deutsche Bahn
Harburg – Die FDP-Fraktion Harburg kritisiert die dauerhafte Schließung des DB-Reisezentrums im Bahnhof Hamburg-Harburg. Nach Ansicht der Liberalen wird die Bedeutung des Bahnhofs für den Hamburger Süden und das angrenzende Niedersachsen bei den Planungen der Deutschen Bahn und des Hamburger Senats nicht ausreichend berücksichtigt.
Der Harburger Bahnhof sei kein unbedeutender Vorstadtbahnhof, sondern ein zentraler Verkehrsknoten für den gesamten Hamburger Süden, die Metropolregion und weite Teile des nördlichen Niedersachsens. Zudem erfülle er eine wichtige Funktion bei der Entlastung des Hamburger Hauptbahnhofs.
„Der Harburger Bahnhof erfüllt eine wichtige Entlastungsfunktion für den Hamburger Hauptbahnhof und bietet Hunderttausenden Menschen einen direkten Zugang zum Fernverkehr“, erklärt Dirk Kannengießer, Vorsitzender der FDP-Fraktion Harburg. Diese Bedeutung müsse bei allen zukünftigen Planungen der Deutschen Bahn und des Hamburger Senats angemessen berücksichtigt werden.
Deine Spende macht den Unterschied: Damit wir weiterhin unabhängig, kritisch und nah dran an Hamburg und der Metropolregion berichten können.
Jeder Euro zählt – jetzt mit PayPal spenden!
Kannengießer kritisiert insbesondere die aus seiner Sicht fehlende Aufmerksamkeit des Senats für den Standort. „Der Hamburger Verkehrssenator ist auch für Harburg zuständig, selbst wenn er das offensichtlich aus dem Auge verloren hat. Harburg matters!“, so der Fraktionsvorsitzende.
Die FDP-Fraktion fordert den Senat auf, sich gegenüber der Deutschen Bahn für eine langfristige Stärkung des Bahnhofs Hamburg-Harburg einzusetzen. Dazu gehörten ein verlässliches Fernverkehrsangebot, eine angemessene persönliche Beratung für Fahrgäste sowie eine langfristige Strategie für den Bahnhof als südliches Fernverkehrstor Hamburgs.
Die Schließung des Reisezentrums sei nach Ansicht der FDP das falsche Signal für einen Bahnhof, der täglich von zahlreichen Pendlern, Reisenden und Besuchern genutzt werde. Gerade mit Blick auf die hohe Belastung des Hamburger Hauptbahnhofs müsse Harburg als eigenständiger Fernverkehrsstandort weiterentwickelt und dürfe nicht geschwächt werden.
„Wer den Hauptbahnhof entlasten will, darf Hamburg-Harburg nicht zum Provinzbahnhof degradieren“, erklärt Kannengießer abschließend.






Um die Aufmerksamkeit des Hamburger Senats auf Harburg zu verstehen, muss man wissen, dass Harburg erst seit 1937 zu Hamburg gehört. Hitlers Groß-Hamburg-Gesetz von 1936 hat wohl noch eine Weile gebraucht. (Zahlen aus dem Gedächtnis, man korrigiere mich) Vor der Eingemeindung waren wir Niedersachsen, meine Vorfahren stammen aus Lindhorst. Irgend ein dritter Sohn hatte keine Chance den Hof zu erben und ist nach Hamburg gezogen, um als „Rammer“ die Eichenpfähle einzurammen, auf denen heute die Speicherstadt steht. Es gibt ein Foto von ihm. Ein hutzeliges Männchen mit Händen wie Klodeckel. Wahrscheinlich hat er die Eichenpfähle mit der bloßen Faust eingeschlagen.Ich war schon lange nicht mehr im Harburger Bahnhof. Zuletzt vor Jahren im Stellwerk beim Konzert von „Three Fall“. Sieht der eigentlich immer noch so abgeranzt aus? Dann wäre er einer der letzten Orte mit dem „Harburger Shabby-Chic“, der hier zu Industriezeiten noch vorherrschte. Inzwischen ist Harburg rundgelutscht und durchkommerzialisiert, dass es nur so ein Jammer ist.