Wut und Frust am Nincoper Deich: Ein absurdes Drama um Zerstörung und tägliches Verkehrschaos!
Nincoper Deich – Am 13. Juli wurde morgens die beschädigte Schutzplanke am Nincoper Deich repariert. Schon am selben Abend war sie wieder angefahren. Für die FDP-Fraktion Harburg ist dieser Vorfall ein Sinnbild für die unhaltbare Verkehrssituation auf einer der am stärksten belasteten Straßen im Hamburger Süden.
„Morgens mit den Händen aufgebaut, abends mit dem Hintern wieder umgefahren. Genau das zeigt, dass wir nicht länger nur Schäden reparieren dürfen, sondern endlich die Ursachen angehen müssen“, sagt Dirk Kannengießer, FDP-Fraktionsvorsitzender in der Harburger Bezirksversammlung. Die enge und kurvenreiche Straßenführung stößt insbesondere bei Lkw und größeren Fahrzeugen an ihre Grenzen. Hinzu kommt die derzeitige Baustellensituation auf der Cuxhavener Straße, die den Verkehr auf dem Nincoper Deich zusätzlich verstärkt. Die Folgen bekommen die Anwohner Tag für Tag zu spüren. Zum Schichtwechsel und in der Rushhour stauen sich die Fahrzeuge regelmäßig bis in die niedersächsische Nachbarortschaft Rübke zurück. Busse stehen im Stau, der Verkehr kommt nur schleppend voran und die Lärmbelastung ist enorm.
Gefährlicher Alltag für geplagte Anwohner
Anwohner berichten, dass man sich auf der Straße zeitweise kaum noch unterhalten kann, weil der Verkehrslärm jedes Gespräch übertönt. Für viele Anwohner ist es inzwischen sogar zu einer täglichen Herausforderung geworden, überhaupt noch mit dem Auto auf ihr Grundstück zu gelangen oder dieses zu verlassen, weil der Verkehr nahezu ununterbrochen fließt. Besonders gefährlich sind die Situationen an den Ampeln im Dorf. Immer wieder fahren Motorräder mit hoher Geschwindigkeit an den wartenden Fahrzeugen vorbei, um nicht im Stau stehen zu müssen. Gleichzeitig wird nach Beobachtungen vieler Anwohner die geltende Tempo-30-Beschränkung für Lkw häufig offenbar missachtet, um noch eine Grünphase zu erreichen oder dem größten Verkehrsaufkommen zuvorzukommen. Diese Entwicklungen erhöhen das Risiko für alle Verkehrsteilnehmer erheblich.
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Suche nach einem tragfähigen Verkehrskonzept
Auch die Kurvenbereiche des Nincoper Deichs bereiten große Sorgen. Auf Hamburger Seite sind Bäume und Büsche seit Jahren nicht ausreichend zurückgeschnitten worden. Dadurch ist die Sicht auf den fließenden Verkehr an mehreren Stellen erheblich eingeschränkt, was regelmäßig zu gefährlichen Situationen führt. Hinzu kommt, dass der Nincoper Deich seit Jahren als unfallträchtige Strecke bekannt ist. Dabei geht es der FDP nicht darum, einzelne Verkehrsteilnehmer verantwortlich zu machen. Der Verkehr von und zu Airbus ist für den Wirtschaftsstandort Harburg von großer Bedeutung. Tausende Beschäftigte müssen täglich ihren Arbeitsplatz erreichen. Dass dieser Verkehr stattfindet, ist wichtig. Gleichzeitig darf dies jedoch nicht zulasten der Menschen gehen, die am Nincoper Deich leben.
„Wir brauchen eine Lösung, die den Wirtschaftsverkehr ermöglicht und gleichzeitig die Anwohner entlastet. Der jetzige Zustand ist für niemanden akzeptabel: nicht für die Menschen vor Ort, nicht für den öffentlichen Nahverkehr und letztlich auch nicht für die Verkehrsteilnehmer selbst“, erklärt Kannengießer. Die FDP will deshalb in den Austausch mit Anwohnern gehen. Ergebnis muss ein tragfähiges Verkehrskonzept für den Nincoper Deich sein, das die Verkehrssicherheit verbessert, die Anwohner wirksam entlastet und den Wirtschaftsverkehr zuverlässig gewährleistet.






Auf der Hamburger Lärmkarte taucht der Nincoper Deich nicht als lärmbelastet auf. Wenn die Bewohner mal richtigen Lärm hören wollen, mögen sie auf der Hannoverschen Straße versuchen, ein Gespräch zu führen. Man muss schreien, um sich zu verstehen. Das kann man auch an allen anderen Hamburger Magistralen ausprobieren. Amsinckstraße oder Kieler Straße sind besonders zu empfehlen. Ganztägig Verkehrschaos, immer schlechte Luft und ein Radau zum Gottserbarmen. Und da leben sehr viel mehr Leute als am Nincoper Deich. Das ist die Folge unseres Lebensstils- und die FDP als erklärte Autofahrerpartei sollte Lärm, Gestank und Umweltschäden doch ausdrücklich begrüßen!Merke: Ist die Straße zu eng, ist das Auto zu breit. Wie wär’s mal mit Verkehrswende?
Hier sieht man schlicht die Grenzen des Wachstums, die sind erreicht! Mindestens 50% der „Güter“, die da hin und her gekarrt werden, sind überflüssig und wenn man sich um seine direkte Umgebung kümmert, müsste man dieser auch nicht immer durch Mobilität enfliehen!