Lasko mit „Harburg 2“: Musikvideo zeigt kompromisslos das harte Leben im Süden Hamburgs
Harburg – Mit seinem neuen Song „Harburg 2“ liefert Rapper Lasko ein schonungsloses Porträt seines Stadtteils. In drastischen Worten und mit direkter Bildsprache zeigt der Künstler die Realität, wie er sie selbst erlebt – roh, ehrlich und ohne Filter. Dabei blickt Lasko auf einen langen Weg zurück: Aufgewachsen in Hamburg-Harburg, entdeckte er mit acht Jahren seine Leidenschaft fürs Rappen. Bereits mit 13 Jahren strebte er nach mehr und fand im Jugendclub „Blechkiste“ erste professionelle Unterstützung. Dort lernte er auch den bekannten Deutschrapper Illy Idol kennen, der sein Talent früh erkannte und förderte.
In Zusammenarbeit mit Basic47 entsteht ein düsteres Porträt des Alltags auf den Straßen, das von Perspektivlosigkeit, Gewalt und der Suche nach Halt geprägt ist. Zeilen wie „Wo du stirbst für nur ein paar Cent“ lassen erahnen, wie tief der Frust und die Resignation in manchen Milieus sitzen. Das Video unterstreicht diese Aussagen mit intensiven Szenen, aufgenommen an bekannten Orten im Stadtteil. „Harburg 2“ ist kein Liebesbrief an die Heimat, sondern ein Weckruf – an Politik, Gesellschaft und die Öffentlichkeit, nicht länger wegzusehen.


Ich wurde 1959 in Harburg geboren und fange immer noch nicht an, es zu hassen. Wir sind hier ja nicht in Caracas oder so. Natürlich gibt es soziale Probleme in Harburg, aber die gibt es anderswo auch. Das Leben ist nirgends ein Ponyhof, es kommt aber immer darauf an, was man draus macht.
Rapper Lasko bedient eigentlich rechte Narrative. Redet das Land schlecht, dann geht es uns gut, sagt die AfD- und er tut es. Ich habe mich nie geschämt, aus Harburg zu kommen. Multikulti ist mir wesentlich lieber als die Yuppie-Szene in Ottensen, das oberflächliche Volk. Es ist mir eher Bestätigung als Schamgefühl, wenn die auf den ersten Blick erkennen, dass ich nicht zu ihnen gehöre. Was nützt mir eine Rolex am Handgelenk, wenn ich ein emotionaler Krüppel bin?