Landkreis Stade

Wildmüll in Wiepenkathen: Polizei ermittelt Verursacherin der Verschmutzung

Stade – Was in vielen Fällen folgenlos bleibt, hatte diesmal ein Nachspiel: Die Kommunalen Betriebe Stade (KBS) haben erstmals die Eigentümerin eines illegalen Müllhaufens im Stadtgebiet ausfindig gemacht – und schicken ihr nun die Rechnung.

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Entdeckt wurde der Abfall in Wiepenkathen. Eine Spaziergängerin meldete den Müllberg der Polizei, die daraufhin Ermittlungen aufnahm. Die Beamten konnten die offensichtlich letzte Besitzerin des Abfalls – Bauschutt, Holz und Plastiktüten – identifizieren und gaben die Informationen an die KBS weiter. Die Frau aus der Nähe von Stade erhielt anschließend eine Rechnung über mehrere hundert Euro für die Entsorgungskosten.

Bußgeld droht zusätzlich

Damit ist die Sache für die Verursacherin möglicherweise noch nicht erledigt: Der Fall wurde außerdem an den Landkreis Stade als zuständige Untere Abfallbehörde weitergeleitet. Diese kann weitere Ermittlungen einleiten und zusätzlich ein Bußgeld verhängen.

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KBS-Leiter Matthias Riepe zeigte sich erleichtert über den Ermittlungserfolg. Illegale Ablagerungen schadeten nicht nur der Umwelt, sondern belasteten auch das Stadtbild – und am Ende die Gemeinschaft. Wer Müll einfach in der Natur entsorge, solle nicht damit rechnen, unentdeckt zu bleiben. Die KBS wollen auch künftig konsequent vorgehen und Verursacherinnen und Verursacher zur Verantwortung ziehen.

Ordnungsgemäße Entsorgung schützt alle

Die Hansestadt Stade erneuert ihren Appell an die Bevölkerung: Abfälle gehören auf die dafür vorgesehenen Wege – nicht in Wälder, an Feldränder oder in Grünanlagen. Wer sich daran hält, schützt nicht nur Natur und Stadtbild, sondern vermeidet auch kostspielige Konsequenzen.

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Redaktion

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2 Kommentare


    1. Die Strafen dafür sind viiiiel zu niedrig.

      Ich will kein Whataboutism ins Feld führen und natürlich ist es Mist, seinen Bauschutt in die Gegend zu kippen. Andererseits leistet sich praktisch jeder von uns Umweltverschmutzungen, die viel gravierender sind als ein Müllhaufen im Grünen. Den kann man wenigstens wegräumen. Jeder, der einen Verbrennungsmotor startet, benutzt die Atmosphäre als wilde Müllkippe. Unseren Ruß, Feinstaub und Mikroplastik verteilen wir über den ganzen Planeten, um den Atommüll dürfen sich nachfolgende Generationen kümmern. Der Umgang mit Umweltverschmutzung zeigt ein deutliches Muster: Geahndet wird, was das Stadt- bzw. Landschaftsbild unmittelbar beeinträchtigt. Was man nicht unmittelbar sieht, wird ausgeblendet, obwohl die Folgen wesentlich weitreichender sind. Wenn jemand darauf hinweist, ist er ein grüner Spinner und will uns unsere Freiheiten nehmen. Es gehört aber nicht zu den bürgerlichen Freiheiten, den Planeten an die Wand zu fahren… und wehe, irgendwer will den bestehenden Geschäftsmodellen und Wertschöpfungsketten an den Kragen, dann ist aber was los. Egal wieviel Dreck das produziert.
       

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