Ein offenes Haus für alle – neue Kraft im Jugendhaus Altländer Viertel
Stade – Seit rund acht Wochen verstärkt Alev Savluk das Team im Jugendhaus Altländer Viertel – und fremd fühlt sie sich längst nicht mehr: „Ich wurde sehr gut aufgenommen und bin hier schnell angekommen.“ Nach sechs Jahren Elternzeit war der Wiedereinstieg ins Berufsleben keine Selbstverständlichkeit, doch Stadtjugendpfleger Marc Olszewski lässt keinen Zweifel daran, dass die zweifache Mutter vom ersten Tag an überzeugt hat: „Wir sind sehr froh, sie zu haben.“
Gemeinsam mit Lukas Funke kümmert sich Alev Savluk nun um den Alltag der Einrichtung. Das bedeutet: Vernetzung mit anderen Akteuren im Quartier, Ansprechbar sein für die Bewohnerinnen und Bewohner – und nachmittags offene Türen für Jugendliche. „Wir haben ein offenes Angebot. Man kann bei uns die Zeit verbringen, wie man möchte. Wir haben einen Billardtisch, ein gemütliches Sofa, Spiele und die Möglichkeit, draußen Sport zu machen“, erzählt Savluk.
Mehr als ein Treffpunkt – oft fast wie Familie
Im von Migration geprägten Stadtteil gehen die Aufgaben weit über Freizeitangebote hinaus. Häufig werden Savluk und Funke gebeten, Behördenbriefe zu erklären oder bei Bewerbungen zu helfen. „Für viele hier ist unser Jugendhaus der Lebensmittelpunkt, bei einigen werden Lukas und ich fast wie Familienmitglieder wahrgenommen“, sagt Savluk. Stadtjugendpfleger Olszewski unterstreicht die Bedeutung der Einrichtung: „Für das Miteinander im Altländer Viertel ist das Jugendhaus enorm wichtig, ebenso für die persönliche Entwicklung der Jugendlichen.“
Gelebte Offenheit und Gleichberechtigung gehören dabei zum Selbstverständnis des Teams. „Hier ist egal, welche Hautfarbe oder welches Geschlecht du hast“, sagt Savluk.
Das Jugendhaus im Altländer Viertel steht Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab 12 Jahren dienstags bis donnerstags von 16 bis 20 Uhr sowie freitags von 16 bis 22 Uhr offen.


