Schüsse am Abrigado erschüttern Harburg – Angst bei Schülern, Eltern fordern Schließung
Harburg – Zweimal innerhalb weniger Tage fielen Schüsse im Umfeld der Drogenhilfeeinrichtung Abrigado am Schwarzenberg in Harburg. Am Freitag, den 13. Juni, wurden gegen 15 Uhr laut Zeugenaussagen vier Schüsse von der Schwarzenbergstraße aus in Richtung der Einrichtung abgegeben. Einsatzkräfte fanden vor Ort mehrere Einschläge in Bäumen sowie ein Einschussloch an einer Parkbank. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz – neben zahlreichen Streifenwagen kamen auch ein Polizeihubschrauber sowie eine Drohne zum Einsatz. Die mutmaßlichen Schützen flüchteten zunächst in Richtung Harburger Ring und wurden später im Phoenix-Viertel gesichtet.
Zweite Schießerei am Helmsweg – eine Person verletzt
Keine zwei Tage später, am heutigen Montag, kam es erneut zu Schüssen – diesmal in der Nähe des Abrigado am Helmsweg. Dabei wurde eine Person verletzt. Die benachbarte Schule wurde in höchste Alarmbereitschaft versetzt: Schülerinnen und Schüler, die durch die Vorfälle teils erhebliche Ängste erlitten, wurden aus dem Schulgebäude gebracht und in die Obhut der Polizei übergeben, die sie anschließend an ihre Eltern übergab. Nach Informationen des Hamburger Abendblatts war es bereits in den Tagen vor den Schussabgaben zu Einsätzen im Umfeld der Einrichtung gekommen.
Eltern alarmiert – Politik unter Druck
Die Ereignisse haben das Fass für viele Eltern zum Überlaufen gebracht. Sie wollen sich nun mit der Forderung nach einer Schließung des Abrigado an die Politik wenden. scharnberg.de hat die Fraktionen der Bezirksversammlung Harburg um Stellungnahmen gebeten – diese lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vor.
Dabei zeichnet die Datenlage ein komplexeres Bild: Aus politischen Anfragen der vergangenen Monate geht hervor, dass ein statistischer Nachweis, wonach das Abrigado zu mehr Drogenkriminalität im Umfeld führt, mit den vorhandenen Daten nicht erbracht werden kann. Zum Ortsteil 701, in dem die Einrichtung liegt, gehören große Teile der Harburger Innenstadt – darunter die Schwarzenbergstraße, der Harburger Ring, das Rathaus, Teile des Binnenhafens sowie das Phoenix-Viertel und Innenstadtbereiche rund um den Sand und die Lämmertwiete, aber auch der Campus der Technischen Universität Hamburg.
Für diesen Ortsteil ging die Gesamtkriminalität im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,8 Prozent zurück, die Rauschgiftdelikte sogar um 73,3 Prozent. Das Abrigado selbst ist eine niedrigschwellige Einrichtung für suchtmittelabhängige Menschen mit Beratung, medizinischer Basisversorgung und überwachtem Konsumraum – und damit Teil eines Hilfssystems, das auf Kontrolle und Schutz ausgelegt ist. Die Schussabgaben werfen gleichwohl Fragen auf, die weit über Statistiken hinausgehen. scharnberg.de berichtet weiter.



Na, ich weiß ja nicht, der Helmsweg ist da schon weit weg und die Schüsse auf die Einrichtung? Sind das vielleicht die gleichen Leute, die die Eintichtung weghaben wollen auch die TäterInnen? In keinem Fall geht da die Gefahr von der Einrichtung aus.
Im Gegenteil. Gäbe es das Abrigado nicht, wären die Suchtkranken ja nicht weg. Dann würden sie sich ihren Schuss in irgendwelchen dunklen Ecken geben, und zwar übers Stadtgebiet verteilt. Völlig unkontrolliert und im Ernstfall auch unbetreut.
Das würde Harburg weder schöner noch sicherer machen.
Vielleicht sollte man sich mal fragen, warum immer mehr Menschen psychische Probleme haben, Drogen (aller Art) nehmen und manche auch gewaltätig werden?
Meine Vermutung: Es stimmt etwas grundsätzlich nicht mit unserer Lebensweise! Unsere Weltreligion, der Kapitalismus führt uns und einen Großteil unserer Mitlebewesen in den Untergang. Nichts kann ewig wachsen. Wir wissen das spätestens seit 1972, verdrängen das aber konsequent und wer den kaptitalistischen Frieden stört, wird als „Öko-Terrorist“ gebrandmarkt.