Freizeit

Hoffnung und Musik in schweren Zeiten: Droht dem beliebten MAMF Festival jetzt das endgültige Aus?

Stade – Seit 2013 bringt das Open-Air-Festival MAMF Menschen durch Musik zusammen. Künstler wie Bosse, Thees Uhlmann, Nada Surf, Tocotronic, Parcels, Sophie Hunger, Olli Schulz, Kettcar, Alice Phoebe Lou, Dilla, Berq oder Zartmann haben das Festival über die Jahre hinweg geprägt. Vor allem aber sind es die tausenden Besucher, die das MAMF zu dem gemacht haben, was es heute ist. Nach der Corona-Pandemie gelang dem Festival etwas Besonderes: In den Jahren 2023 und 2024 war das MAMF zweimal in Folge komplett ausverkauft. Dabei war es nie das Ziel der Veranstalter, Gewinne zu erwirtschaften oder Rücklagen zu bilden. Es ging stets darum, einmal im Jahr ein Festival für alle möglich zu machen.

Dann erschütterte eine schreckliche Gewalttat mit sechs Todesopfern die Menschen in der Stadt. Viele trauern und zeigen bis heute tief empfundene Anteilnahme. Verständlicherweise sind kulturelle Veranstaltungen und Festivalbesuche für viele Menschen zunächst in den Hintergrund gerückt. Auch das Organisationsteam stellte sich die Frage, ob das MAMF unter diesen Umständen überhaupt stattfinden sollte. Nach intensiven Gesprächen fiel die Entscheidung: Ja. Nicht, weil Musik die Ereignisse ungeschehen machen kann, sondern weil Begegnung und Zusammenhalt gerade dann wichtig sind, wenn eine Gemeinschaft erschüttert wurde.

Unabhängig von diesen Ereignissen steht das MAMF seit langer Zeit vor großen Herausforderungen. Wie viele andere Festivals in Deutschland und international kämpfen die Macher mit steigenden Kosten und einem veränderten Besucherverhalten. Bereits 2025 blieb der Ticketverkauf weit hinter den Erwartungen zurück. Der Vorverkauf für 2026 entwickelte sich zunächst wieder positiv, bis die Tragödie in Stade die Situation erneut veränderte.

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Die Macher müssen daher ehrlich sein: Die Zukunft des Festivals ist ungewiss. Nach der diesjährigen Ausgabe wird entschieden, ob und in welcher Form es weitergehen kann. Wer das MAMF im Herzen trägt, kann durch einen Besuch dazu beitragen, dass das Festival auch künftig eine Perspektive hat. Das MAMF stand seit jeher für Offenheit, Musik und gemeinsames Erleben. Daran wollen die Veranstalter festhalten – bewusst, respektvoll und in dem Wissen, dass Kultur Menschen zusammenbringen kann.

Redaktion

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