Politik

Neue Treffpunkte für Jugendliche: In Neugraben-Fischbek wächst der Druck zum Handeln

Neugraben-Fischbek – In Neugraben-Fischbek sollen gemeinsam mit Jugendlichen neue wettergeschützte und unbetreute Treffpunkte entwickelt werden. Einen entsprechenden Antrag hat die GRÜNE-Fraktion in die Bezirksversammlung Harburg eingebracht, dem sich auch die SPD-Fraktion angeschlossen hat. Ziel ist es, einen verbindlichen Prozess anzustoßen, in dem mögliche Standorte und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten erarbeitet werden.

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Nach den Vorstellungen der Fraktionen soll das Bezirksamt dabei nicht allein handeln. Eingebunden werden sollen Jugendliche aus Neugraben-Fischbek, die Stadtteilbeiräte, der Jugendhilfeausschuss sowie der Regionalausschuss Süderelbe. Damit rückt ein Thema erneut in den Fokus, das den Stadtteil schon seit längerer Zeit beschäftigt.

Auslöser für den neuen Vorstoß sind wiederholte Beschwerden über Jugendliche im Bereich des Jola und des Königswiesenparks im Vogelkamp. Dort kam es nach Angaben der Antragsteller immer wieder zu Situationen, in denen sich andere Menschen im Stadtteil belästigt fühlten, darunter auch Besucher des Fithus.

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Gleichzeitig fehlt es in Neugraben-Fischbek bislang an wettergeschützten, unbetreuten Treffpunkten, an denen sich Jugendliche aufhalten können, ohne sofort in Konflikt mit anderen Nutzern des öffentlichen Raums zu geraten. Das Problem ist im Stadtteilbeirat Neugraben-Fischbek seit langem bekannt. Trotz intensiver Beratungen und Beteiligung von Jugendlichen gibt es bislang jedoch noch kein konkretes Ergebnis.

Britta Ost, Fachsprecherin der Grünen für Süderelbe in der Bezirksversammlung Harburg, betont, dass die Beschwerden aus dem Stadtteil ernst genommen werden. Der Antrag solle den bereits bestehenden Ideen neuen Schwung verleihen. Zugleich gehe es darum, Jugendliche aktiv einzubeziehen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr unmittelbares Lebensumfeld mitzugestalten.

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Auch Kai Ringlau, Wahlkreisabgeordneter für einen Süderelbewahlkreis in der Bezirksversammlung, wirbt für einen anderen Umgang mit jungen Menschen im öffentlichen Raum. Statt Jugendliche zu verdrängen, müsse es darum gehen, ihnen Orte zu geben, an denen sie sich aufhalten können, ohne andere zu stören. Aus Sicht der Antragsteller kann nur so ein Ausgleich gelingen, der den Interessen aller Menschen im Stadtteil gerecht wird.

Redaktion

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3 Kommentare

  1. Was der „Wahlkreisabgeordnete aus einem Süderelbewahlkreis in der Bezirksversammlung“ (gut geeiert, Scharnberg! :grins) da beschreibt, lässt sich doch runterbrechen auf die grundsätzliche Frage, wem der öffentliche Raum zur Verfügung steht. Die Lufthoheit hat eindeutig der motorisierte Individualverkehr, sowohl der ruhende als auch der bewegete Verkehr belegen 80% des Raumes. Die restlichen 20% teilen sich Begrünung, Fuß- und Radverkehr. Das Erste, was wir unserem Nachwuchs beibringen ist, dass Autos gefährlich sind. Dies nur, um den Ernst der Lage zu verdeutlichen. Und nu kommen die mit dem ruhenden Fußverkehr nicht klar. (Und ich nicht mit der Formatierung hier)
    Das Problem als solches existiert genauso in Harburg. Wer nicht konsumiert, hat kein Aufenthaltsrecht- und Jugendliche neigen nicht dazu, sich unsichtbar zu machen. Schon ham wa den Salat. Aber gut, dass wenigstens jemand drüber redet.

  2. Inzwischen wurde die Beobachtungshütte im NSG Moogürtel offenbar als Location entdeckt. Die Fotos, die hierzu vorliegen sprechen eindeutig dafür, das hier jugendliche „gechillt“ haben, oder wie die das jetzt nennen und dabei Schmierereien und Müll hinterlassen haben. Aber Alkohol oder Drogen spielten dabei offenbar noch keine Rolle. Jedenfalls wurden keine Spuren hinterlassen, die darauf hindeuten.

  3. Schmierereien und Müll
    Da muss ich mal ‘ne Lanze für die Jugend brechen. Wir Alten fahren sehenden Auges die Lebensgrundlagen eben jener Jugendlichen in die Grütze. Wir verteidigen den Verbleib in unserer Komfortzone mit Zähnen und Klauen, wohl wissend, dass die nächsten Generationen kaum eine Chance haben werden, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Das ist eine massive Verletzung der Grundrechte unserer Nachfahren; das bisschen Müll im NSG mag ärgerlich sein, aber den kann man wegräumen.Wieso soll die Jugend glauben, dass die Alten auch nur das mindeste Bisschen mehr Durchblick haben? Haben sie nicht! Stellvertretend für die völlig verdrehte Weltsicht mag die Floskel „Alkohol und Drogen“ herhalten. Alkohol ist eine schwere Suchtdroge, an jeder dritten Straßenecke kann man sich einen Vollrausch ansaufen, aber Cannabis ist ja sooo gefährlich! Leute, Cannabis ist ein Stimulans, keine Droge… aber mit den Grundlagen haben wir es ja nicht so.@Matt : Sorry, war nicht persönlich gemeint.

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