Dreister Diebstahl im Bahnhof Harburg: Bundespolizei schnappt mutmaßlichen Handy-Dieb
Harburg – Ein schlafender junger Mann wurde zum Opfer eines besonders dreisten Diebstahls: Im Bahnhof Hamburg-Harburg schnitt ein unbekannter Täter dem 21-Jährigen in den frühen Morgenstunden des 21. Juni die Hosentasche auf, um an dessen iPhone zu gelangen. Zwei Tage später saß der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft.
Opfer schlief – Täter schnitt Hosentasche auf
Gegen kurz nach 5 Uhr morgens soll der Tatverdächtige den alkoholisierten, schlafenden Mann im Bahnhof bestohlen haben. Das gestohlene iPhone hatte einen Wert von rund 450 Euro. Die Bundespolizei spricht von besonders hoher krimineller Energie: Der Täter habe die Hosentasche seines hilflosen Opfers offensichtlich aufgeschnitten, bevor er mit der Beute flüchtete. Der Geschädigte bemerkte den Diebstahl kurz darauf und verhielt sich vorbildlich – er erstattete umgehend Anzeige beim Bundespolizeirevier im Bahnhof Harburg.
Videoauswertung führt zur Festnahme
Bundespolizisten sichteten daraufhin intensiv alle verfügbaren Überwachungskameras am Tatort und konnten den Täter mit dem gestohlenen Gerät auf dem Videomaterial identifizieren. Am 23. Juni gegen 7.20 Uhr erkannten Streifenbeamte den 41-jährigen indischen Staatsangehörigen anhand von Videoausschnitten und Fotoprints im Bahnhof wieder und nahmen ihn vorläufig fest. Das gestohlene iPhone wurde bei der Durchsuchung nicht mehr aufgefunden. Der polizeilich bereits mehrfach in Erscheinung getretene Mann – unter anderem wegen Eigentumsdelikten und mit mehreren verbüßten Freiheitsstrafen – wurde einem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen. Gegen ihn läuft nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls.
Die Bundespolizei appelliert: Wer Opfer eines Diebstahls im Bahnbereich wird, solle dies umgehend anzeigen – nur so könnten Videoaufnahmen rechtzeitig gesichert und Fahndungsmaßnahmen eingeleitet werden.


