Geschichte

Zwischen Gedenken und Artenvielfalt: Führung erinnert an KZ-Außenlager in Neugraben

Hamburg-Neugraben – Das Gelände am Falkenbergsweg ist ein Ort mit bedrückender Geschichte und zugleich ein besonderer Naturraum. Am Sonntag, 19. April 2026 um 15 Uhr lädt eine Führung dazu ein, mehr über das ehemalige Außenlager Neugraben des KZ Neuengamme und die künftige Entwicklung des Areals zu erfahren. Treffpunkt ist die Bushaltestelle Neugrabener Heideweg, Falkenbergsweg, 21149 Hamburg.

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Von September 1944 bis Februar 1945 befand sich am Falkenbergsweg ein Außenlager des KZ Neuengamme. Dort waren 500 jüdische Frauen aus der Tschechoslowakei inhaftiert. Sie mussten unter anderem beim Bau der Falkenberg-Siedlung Zwangsarbeit leisten. Heute ist das Gelände Gedenkort und Naturschutzgebiet zugleich.

Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Natürlich Hamburg wurde für die Fläche ein Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet. Ziel ist es, den historischen Ort sichtbarer zu machen und ihn zugleich ökologisch aufzuwerten. Vorgesehen ist unter anderem die Anlage eines artenreichen Trockenrasens. Das Projekt verfolgt den Anspruch, die biologische Vielfalt in Hamburgs Parks, Grünanlagen und Naturschutzgebieten zu stärken und diese Flächen gleichzeitig als Orte des Naturerlebens weiterzuentwickeln.

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Wie ein historischer Ort in Neugraben als Gedenkstätte und Naturraum erhalten werden soll

An der Weiterentwicklung des Geländes wirken mehrere Partner mit. Dazu zählen Natürlich die Stadt Hamburg, die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte sowie lokale Initiativen wie die Geschichtswerkstatt Süderelbe. Gemeinsam soll erreicht werden, dass das Areal am Falkenbergsweg sowohl als Ort der historischen Aufklärung und des Gedenkens als auch als Naturschutzgebiet erhalten bleibt und weiter an Bedeutung gewinnt.

Während der Führung stehen deshalb zwei Ebenen im Mittelpunkt: die Geschichte des früheren Lagers und die Pläne für die künftige Gestaltung. Die Teilnehmer erhalten Einblicke in die historische Bedeutung des Ortes und in die Frage, wie Erinnerungskultur und Naturschutz hier miteinander verbunden werden können.

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