Harburg – Größere Klassen, weniger Vertretungsreserven und nach Berechnungen der FDP langfristig Hunderte wegfallende Lehrerstellen: Die FDP-Fraktion Harburg schlägt wegen der geplanten Veränderungen an Hamburgs Schulen Alarm. Besonders für Harburg könnten Einsparungen und eine knappere Personalausstattung schwerwiegende Folgen haben, warnt die Partei. Sie fordert den rot-grünen Senat auf, bei den anstehenden Haushaltsberatungen gegenzusteuern. „Harburg darf…
Eigentlich weiß ich nicht, wo ich hier anfangen soll. Zuviel ist einfach mal aus dem Konvolut von Überschriften hier zu einer oberflächlichen und leider zu sehr politisch motivierten Pauschalbeschreibung zusammengefasst. Wohl jedes Bundesland sieht, was in Hamburg in den vergangenen Jahren gut gelaufen ist. Unvorstellbare Investitionen in Schulbau haben Lernorte entstehen lassen, die auch wirklich nichts mehr damit zu tun haben, was wir vielleicht noch in unseren Erinnerungen haben. Datengestütztes Leistungs- und Kompetenzmonitoring mit individuellen Rückmeldungen bis hinunter auf Schüler:innen-Ebene. Hamburg stellt seit Jahren kontinuierlich Lehrer:Innen ein - auch in Zeiten, in denen andere Bundesländer dies nicht gemacht haben. Und Hamburg ist als Arbeitgeberin für Lehrer:Innen attraktiv. Auch das zeigen die Zahlen.
Aber auch Hamburg steht vor Herausforderungen. Unsere Schülerinnen und Schüler sind die Kinder einer offenen Großstadt. Mit der ganzen Bandbreite an kulturellen, sozialen und ökonomischen Besonderheiten. Das fordert alle heraus. Kinder, Eltern und Lehrer:innen. Schule heute wird dem nicht mehr mit den Ideen von gestern gerecht. Schule braucht nicht mehr vom Gleichen, sondern mehr vom Notwendigen. Dazu gehören Lerntherapie, Sonder- und Sozialpädagogik, Inklusionspädagogik. Nicht als Ersatz für die Lehrerin oder den Lehrer sondern als Ergänzung und Entlastung für diese. Damit sie sich wieder den Aufgaben widmen können, für die sie diesen Beruf gewählt haben.
Gerade hier setzt das Startchancen-Programm an. Übrigens ist so etwas nichts Neues für Hamburg. Mit "23+ Starke Schulen" hat Hamburg Erfahrungen darin gesammelt. Inzwischen ist dies im Startchancen-Programm aufgegangen und auf fast 100 Schulen aufgewachsen. Ein Dutzend davon liegen im Bezirk Harburg: Ganztagssgrundschule Johannisland, Georg-Kerschensteiner-Grundschule, Grundschule An der Haake, Schule Am Park, Schule Cranz, Schule Dempwolffstraße, Schule Grumbrechtsstraße, Schule Kapellenweg, Schule Ohrnsweg, Elisabeth-Lange-Schule, Schule Maretstraße und Stadtteilschule Süderelbe.
Und wenn wir die PISA-Ergebnisse wirklich ernst nehmen, müssen wir nicht über mehr Geld in das gleiche System nachdenken, sondern über eine effiziente Verteilung der vorhandenen Ressourcen im System und damit auch über eine Weiterentwicklung des Systems. Das Prinzip der effizienten Ressourcenallokation war doch irgendwann auch mal ein Kerngebiet der FDP. Erinnert sich noch jemand?
Herrn Kannengießers Wortmeldung ist teilweise unverständlich. Was hat der Wegfall von Lehrerstellen an Gymnasien mit PISA zu tun? Mit mangelnden Basiskompetenzen geht man nicht aufs Gymnasium.
Unser Sohn ging aufs Gymnasium (Heisenberg), unsere Tochter hat ihr Abi in der GSH gemacht. Aus meiner Sicht war die GSH die engagiertere Schule.
Das Mantra der FDP, der Markt würde alles regeln, hat bildungsmäßig in den Abgrund geführt. Social Media sind rein marktgesteuert und haben den jetzt jüngeren Generationen einen Bärendienst erwiesen. Es kommt nämlich auf den Input an- und wenn man in den Postings einmal jeden Rechtschreibfehler rot markieren würde, wäre da mehr Rot als Schwarz. Eltern kommen nach der Arbeit schlapp und grau nach Hause und sind kaum in der Lage, ihren Kindern das Vorbild zu sein, das es für einen Bildungserfolg braucht. Dafür müssten die Kinder ihre Eltern lesend sehen, es bräuchte unendliche Erklärungen, WARUM etwas so ist wie es ist und vor allem, wie man komplexe Sachverhalte strukturieren muss, um Lösungen zu finden. Für die FDP scheint es nur ein Kriterium zu geben, und das ist die Wirtschaftlichkeit. Dem ordnet sie alles unter- und dann bleibt keine Kraft und keine Zeit mehr für all die Dinge, die mehr Zeit erfordern als drei Smilies zu posten. Mich wundern die PISA-Ergebnisse nicht... und die FDP ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.
Herrn Kannegiesser ist eine Sirene im Dauerbetrieb. Nützt nix, nervt nur.
Was ist das eigentlich noch für ein Laden, den er angeblich vertritt, die FDP? Wofür steht die nochmal? Weiss keiner so recht, was die Wahlergebnisse beweisen.
