
„Mehr Geld für die Kultur“: NDR 90,3 bringt Neugraben-Fischbek ins Radio
Neugraben-Fischbek – Was würde Andreas Scharnberg tun, wenn er Bürgermeister von Neugraben-Fischbek wäre? Seine Antwort auf die Frage von Radiomoderator Stephan Heller fiel eindeutig aus: „mehr Geld für die Kultur“. Der ehemalige Redakteur von süderelbe24.de gehörte am Donnerstag, 29. Oktober, zu den Gesprächsgästen von NDR 90,3. Im Rahmen der Stadtteiltour „24 Stunden Hamburg“ machte der Sender am Neugrabener Markt Station und übertrug dort von 15 bis 20 Uhr sein Nachmittagsprogramm und das anschließende Kulturjournal.
Im Gespräch mit Heller berichtete Scharnberg über Süderelbe Aktiv e.V. und seine persönliche Verbundenheit mit dem Stadtteil. Auch Mitglieder des Vereins Süderelbe Aktiv e.V. waren vor Ort, um Scharnberg bei seinem Radioauftritt zu unterstützen. Zum Abschluss durfte er gedanklich auf dem Bürgermeisterstuhl Platz nehmen – eine Gelegenheit, die er für ein klares kulturpolitisches Anliegen nutzte. Die Frage war ein Gedankenspiel, die Antwort ein Wunsch für Neugraben-Fischbek.
Süderelbe Aktiv e.V. setzt sich ehrenamtlich für Kultur und Begegnungen im Hamburger Süden ein. Der gemeinnützige Verein organisiert Flohmärkte und Open-Air-Konzerte und wirkt am Stadtteilfest „Neugraben erleben“ mit. Auch Angebote für junge Menschen gehören zur Vereinsarbeit, darunter das Theaterprojekt „Heimat und Flucht“, welches von der Theaterschule Neugraben durchgeführt wird. Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen und kulturelle Teilhabe im Stadtteil zu ermöglichen.
Heller, vielen Hörern auch durch das Radiospiel „Heller als Heller“ bekannt, führte bis 19 Uhr durch die Sendung. Bei seinem Ratespiel dürfen die Teilnehmer die Wörter Ja, Nein, Schwarz und Weiß nicht verwenden. Am Neugrabener Markt standen diesmal Menschen und Themen aus dem Stadtteil im Mittelpunkt.
Die Kultur aus dem Stadtteil bekommt eine Stimme
Um 19 Uhr übernahm Daniel Kaiser das Mikrofon und moderierte bis 20 Uhr das Kulturjournal direkt aus Neugraben-Fischbek. Zu seinen Gästen gehörten Anne K. Bömkes von der Theaterschule Neugraben, der Pop*UpChor des Kulturhauses Süderelbe und dessen Geschäftsführerin Sonja Fliegel. Damit rückten nach den Gesprächen am Nachmittag die örtlichen Kulturangebote in den Mittelpunkt.
Theater, gemeinsames Singen und die Arbeit des Kulturhauses bekamen an diesem Abend einen Platz im Hamburger Radioprogramm. Scharnbergs zuvor geäußerter Wunsch nach mehr Geld für die Kultur passte damit auch zum weiteren Verlauf des Besuchs: Kultur aus Neugraben-Fischbek war an diesem Donnerstag nicht nur Gesprächsthema, sondern selbst Teil der Sendung.
