Geschichte

Harburg erinnert: Gedenktage setzen ein Zeichen gegen das Vergessen

Harburg – Erinnern, innehalten und auf die Gegenwart schauen: Vom 2. bis zum 28. November 2026 laden die Harburger Gedenktage unter dem Motto „Erinnern für die Zukunft“ zu einem vielfältigen Programm ein. 28 Schulen, Kultureinrichtungen, politische und gesellschaftliche Organisationen sowie Vereine beteiligen sich mit Vorträgen, Lesungen, Rundgängen, Workshops und Filmvorführungen im gesamten Bezirk.

Die Veranstaltungsreihe erinnert seit 1998 rund um den Jahrestag der antisemitischen Novemberpogrome an die Opfer des Nationalsozialismus und an den Widerstand. Während der Pogrome 1938 verwüsteten örtliche SA-Angehörige auch die Synagoge in der Eißendorfer Straße und jüdische Geschäfte in Harburg. Im Mittelpunkt der Gedenktage stehen Menschen und Ereignisse im heutigen Bezirk. Zugleich greift das Programm Themen wie Ausgrenzung, Verfolgung, Flucht, Vertreibung, Krieg, Selbstbehauptung und Widerstand mit Blick auf Gegenwart und Zukunft auf.

Auftakt mit Klezmer-Musik im Stellwerk

Die feierliche Eröffnung findet am Montag, 2. November, um 19 Uhr im Stellwerk im Harburger Bahnhof statt. In kurzen Blöcken wird das Programm vorgestellt. Schüler des Friedrich-Ebert-Gymnasiums begleiten den Abend mit Klezmer-Musik.

Die zentrale Gedenkveranstaltung beginnt am Dienstag, 10. November, um 17 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg. Dort wurde vor 88 Jahren die Leichenhalle in Brand gesteckt. Nach einem Schweigemarsch wird die Veranstaltung am Mahnmal für die ehemalige Harburger Synagoge an der Ecke Eißendorfer Straße/Knoopstraße fortgesetzt.

Die beteiligten Institutionen koordinieren die Harburger Gedenktage auch in diesem Jahr gemeinsam. Das ausführliche Programm mit Informationen zu allen Veranstaltungen soll in Kürze auf harburger-gedenktage.de veröffentlicht werden.

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