Eisige Stille und geheimnisvolle Klänge: Treibeis verwandelt die Elbe bei Harburg
Harburg – Eine winterliche Momentaufnahme an der Elbe sorgt derzeit für besondere Eindrücke und fast surreale Stimmungen. Unser Leser Gisbert Vokrap hat bei ablaufendem Wasser Aufnahmen von Treibeis auf der Elbe gemacht und schildert Eindrücke, die weit über das Visuelle hinausgehen. Die Fotos zeigen treibende Eisschollen, die sich langsam zwischen Stegen, Pontons und Booten bewegen, während der Wasserstand sinkt und sich die schwimmenden Anlagen stetig mitbewegen.
Besonders eindrucksvoll beschreibt der Fotograf die Geräuschkulisse, die während der Aufnahmen zu hören war. Die Eisschollen knackten plötzlich, rieben aneinander, jammerten, quietschten und pfiffen. Die entstehenden Klänge wirkten fremdartig und erinnerten entfernt an Walgesang. Diese Geräusche verliehen der winterlichen Szenerie eine beinahe unwirkliche Atmosphäre, die an der Elbe nur selten zu erleben ist.
Bei den im Bild links erkennbaren Booten mit der Bezeichnung Fastmoker handelt es sich nicht um Anlagen der Werft Peter Knief. Diese Boote verfügen über einen eigenen Zugang mit separater Brücke. Die Aufnahmen entstanden bewusst bei ablaufendem Wasser, wodurch sich die Stege und Pontons durch den sinkenden Pegelstand kontinuierlich bewegten und das Zusammenspiel von Eis, Wasser und Konstruktionen noch verstärkten.
Der Fotograf kündigte zudem an, weitere Tonaufnahmen der Eisgeräusche anfertigen zu wollen, um dieses besondere Naturphänomen auch akustisch festzuhalten.



