Winsen – Wenn jeder Schritt schmerzt und selbst alltägliche Bewegungen zur Herausforderung werden, kann Arthrose die Lebensqualität erheblich einschränken. Doch welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, und wann ist eine Operation tatsächlich notwendig? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet das Krankenhaus Winsen am Samstag, 14. November 2026. Von 10 bis 16 Uhr lädt die Abteilung für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulenchirurgie erstmals zu einem großen Arthrose-Aktionstag ein. Auf die Besucher warten Fachvorträge, persönliche Gespräche mit Medizinern und zahlreiche Mitmachangebote.

„Arthrose betrifft Jung und Alt und kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Mit unserem neuen Veranstaltungsformat wollen wir aufklären, Gesundheitswissen vermitteln und zeigen, dass es verschiedene Therapieansätze gibt, Beschwerden zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten oder sogar nachhaltig zu verbessern“, erklärt Dr. Amir Iptchiler, Chefarzt der Orthopädie und Leiter des Endoprothetikzentrums am Krankenhaus Winsen.

Von der Diagnose bis zum künstlichen Gelenk

Im Mittelpunkt stehen medizinische Fachvorträge des Krankenhauses Winsen und seines langjährigen Partners, der Waldklinik Jesteburg. Die Experten erläutern, wie Arthrose entsteht, welche Beschwerden typisch sind und welche Untersuchungen zur Diagnose führen. Dabei geht es insbesondere um gelenkerhaltende Behandlungsmethoden und die Frage, unter welchen Voraussetzungen ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk sinnvoll sein kann.

Auch Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule und die Rehabilitation nach einem Gelenkersatz werden thematisiert. Patienten berichten zudem über ihre persönlichen Erfahrungen und darüber, wie sie mit ihrer Erkrankung im Alltag umgehen.

Die Ursachen einer Knie- oder Hüftarthrose können vielfältig sein. Neben altersbedingtem Verschleiß spielen frühere Sportverletzungen, dauerhafte Überlastungen und angeborene Fehlstellungen eine Rolle. Entscheidend ist nach Einschätzung der Mediziner eine frühzeitige Diagnose, um gemeinsam mit den Betroffenen einen individuell abgestimmten Behandlungsplan zu entwickeln.

Selbst ausprobieren: Bewegung, Physiotherapie und Operationen am Kunstknochen

Der Aktionstag soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern die Besucher auch selbst aktiv werden lassen. An verschiedenen Mitmachstationen zeigt die Physiotherapie unter dem Motto „Arthrose aktiv begegnen“, welche Übungen die Beweglichkeit fördern können. Eine aktive Mittagspause bietet zusätzliche Anregungen für mehr Bewegung im Alltag.

Besonders anschaulich dürften die Demonstrationen von Knie- und Hüftoperationen am Kunstknochen werden. Besucher erhalten dabei Einblicke in moderne Operationsverfahren und können sich über unterschiedliche Implantate informieren.

Dr. Frank Raimund, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie, unterstreicht die Bedeutung vorbeugender und gelenkerhaltender Maßnahmen: „Im Vordergrund der Behandlung stehen die Bemühungen, das Gelenk zu erhalten und Stabilität zu geben. Bewegung, Physiotherapie und eine gezielte Rehabilitation sind entscheidend. Die beste Operation ist die, die wir durch einen aktiven Lebensstil vermeiden können.“

Ergänzt wird das Programm durch Informationsstände und Präsentationen externer Aussteller. Der Arthrose-Aktionstag am 14. November von 10 bis 16 Uhr im Krankenhaus Winsen richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten. Neben den Vorträgen bietet er vor allem Gelegenheit, individuelle Fragen direkt mit medizinischen Fachleuten zu besprechen.