Stade – Zwei Abende, ein ungewöhnliches Thema und jede Menge Stoff zum Nachdenken: Das STADEUM in Stade präsentiert am 17. und 19. November 2026 einen besonderen Tatortreiniger-Doppelpack. Während das Theaterstück „Der Tatortreiniger“ mit schwarzem Humor, skurrilen Begegnungen und pointierten Dialogen unterhält, nimmt Deutschlands bekannter Tatortreiniger Thomas Kundt das Publikum mit in die erschütternde Realität seines Berufs. Beide Veranstaltungen beginnen um 19:45 Uhr.

Den Auftakt macht am Dienstag, 17. November, die zweite Staffel des erfolgreichen Bühnenstücks „Der Tatortreiniger“, das auf der gleichnamigen Kultserie von Mizzi Meyer basiert. Heiko Schotte, besser bekannt als „Schotty“, kehrt zurück und übernimmt dort die Arbeit, wo andere lieber schnell das Weite suchen. Schließlich muss jemand die Spuren beseitigen, die Verbrechen und Todesfälle hinterlassen.

Verkörpert wird der eigenwillige Tatortreiniger von Schauspieler Jan Schuba, der mit trockenem Humor, schlagfertigen Dialogen und einer gehörigen Portion Menschenkenntnis durch den Abend führt. Dabei geht es längst nicht nur um Blut, Schmutz und Desinfektionsmittel. Vielmehr sind es die Begegnungen mit Hinterbliebenen, Angehörigen und anderen ungewöhnlichen Zeitgenossen, die für absurde Situationen, überraschende Erkenntnisse und reichlich Gesprächsstoff sorgen.

Wenn der echte Tatortreiniger aus seinem Berufsleben erzählt

Nur zwei Tage später, am Donnerstag, 19. November, wechselt das STADEUM von der Theaterfiktion in die Realität. Mit seinem Live-Programm „Falscher Totenschein“ gewährt Thomas Kundt Einblicke in eine Berufswelt, die den meisten Menschen glücklicherweise verborgen bleibt.

Seit mehr als einem Jahrzehnt beschäftigt sich der Tatortreiniger und Desinfektor mit Orten, an denen Menschen gestorben sind oder erst nach längerer Zeit gefunden wurden. Was er dabei erlebt, ist mitunter tragisch, verstörend und manchmal so absurd, dass es selbst für einen Kriminalfilm kaum glaubwürdig erscheinen würde.

Kundt erzählt von ungewöhnlichen Todesfällen, menschlichen Abgründen und Schicksalen, die hinter verschlossenen Wohnungstüren verborgen bleiben. Dabei spielen nicht nur die Umstände des Todes eine Rolle, sondern auch Einsamkeit, gesellschaftliche Isolation und die Geschichten der Menschen, die zurückbleiben. Seine Erlebnisse verbindet er mit einer besonderen Mischung aus Respekt, Spannung und gelegentlich tiefschwarzem Humor.

Anders als beim Theaterstück handelt es sich bei diesem Abend um authentische Einblicke in das Berufsleben eines Tatortreinigers. Aufgrund der teils belastenden Inhalte ist der Zutritt zur Veranstaltung erst ab 18 Jahren gestattet.

Zwei Abende zwischen Lachen und Gänsehaut

Mit dem Tatortreiniger-Doppelpack bietet das STADEUM zwei unterschiedliche Perspektiven auf ein außergewöhnliches Berufsfeld. Während das Schauspiel vor allem durch seine humorvolle und philosophische Auseinandersetzung mit dem Tod besticht, macht Thomas Kundt deutlich, wie nah menschliche Tragödien und ungewöhnliche Geschichten manchmal beieinanderliegen.

Die Eintrittskarten für das Schauspiel „Der Tatortreiniger“ am 17. November kosten zwischen 22 und 44 Euro. Tickets für Thomas Kundts Live-Programm „Falscher Totenschein“ am 19. November sind für 36,70 Euro erhältlich. Beide Veranstaltungen beginnen um 19:45 Uhr im STADEUM in Stade.

Karten gibt es telefonisch unter 04141 4091-40 sowie online unter www.stadeum.de.