Wenn das Herz aus dem Takt gerät: Gesundheitsgespräche in Buchholz und Winsen

Buchholz/Winsen – Vorhofflimmern bleibt oft lange unbemerkt, kann aber schwerwiegende Folgen haben. Wie sich die Herzrhythmusstörung erkennen und behandeln lässt, erklärt Dr. Klaus Hertting, Chefarzt der Kardiologie und Angiologie der Krankenhäuser Buchholz und Winsen, bei zwei Gesundheits-Gesprächen im November. Die kostenlosen Veranstaltungen gehören zu den bundesweiten Herzwochen 2026.
Der Vortrag „Herz aus dem Takt: Vorhofflimmern“ findet am Donnerstag, 12. November, in Winsen und am Donnerstag, 19. November, in Buchholz statt. Beginn ist jeweils um 18 Uhr in der Cafeteria des Krankenhauses. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nach dem Vortrag können Besucher ihre Fragen stellen.
Eine häufig unbemerkte Gefahr
Rund 1,5 bis zwei Millionen Menschen in Deutschland leben mit Vorhofflimmern, der häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörung. Dabei geraten die elektrischen Impulse, die den Herzschlag steuern, aus dem Rhythmus. Das Herz schlägt unregelmäßig und häufig zu schnell. Mögliche Beschwerden sind Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder eine verminderte Belastbarkeit.
„Das Tückische am Vorhofflimmern ist auch, dass viele Betroffene die Herzrhythmusstörung gar nicht bemerken. Dabei kann sie das Schlaganfallrisiko und die Gefahr einer Herzschwäche deutlich erhöhen. Die gute Nachricht: Wir haben heute sehr gute Möglichkeiten, Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Entscheidend ist, die Erkrankung rechtzeitig zu entdecken“, erklärt Chefarzt Dr. Hertting.
Früherkennung und moderne Behandlung
Im Mittelpunkt der Abende stehen die Früherkennung und unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Hertting erläutert, wie Medikamente das Schlaganfallrisiko senken können und wann es sinnvoll ist, den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen. Außerdem erklärt er, wie sich Vorhofflimmern mit einem minimalinvasiven Kathetereingriff gezielt behandeln lässt.
Seit September 2026 gehört Hertting dem wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung an. Die Stiftung richtet die Herzwochen jedes Jahr im November aus und ist bei beiden Veranstaltungen vertreten. Ergänzend bietet die Kardiologie der Krankenhäuser Buchholz und Winsen im Rahmen der Aktionswochen erneut Reanimationstrainings für Laien an.













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