Umwelt

Über 350 Gäste beim Klimaforum – Neu Wulmstorf diskutiert über die Zukunft

Neu Wulmstorf – Mehr als 350 Gäste haben das 4. Klimaforum in Neu Wulmstorf besucht und damit für eine starke Resonanz gesorgt. Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag des renommierten Klimaforschers Prof. Dr. Mojib Latif, der die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur globalen Erwärmung erläuterte und die Herausforderungen bei der Einhaltung der Pariser Klimaziele einordnete. Gleichzeitig zeigten zahlreiche Vereine, Institutionen und Initiativen aus Neu Wulmstorf, was vor Ort bereits für Klimaschutz und Nachhaltigkeit getan wird.

Initiiert und ermöglicht wurde der Gastvortrag von Prof. Dr. Paul Becker, ehemaliger Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes und Mitglied des Klimaforums. Schon vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, sich beim begleitenden „Markt der Möglichkeiten“ über konkrete Projekte und Ideen aus der Gemeinde zu informieren.

Vereine und Initiativen zeigen, was vor Ort bereits möglich ist

Beim „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten lokale Akteure Projekte aus den Bereichen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Anpassung an den Klimawandel. Die Vielfalt der Angebote machte deutlich, wie breit das ehrenamtliche und institutionelle Engagement in Neu Wulmstorf bereits aufgestellt ist. Zugleich bot die Ausstellung viele Gelegenheiten zum direkten Austausch mit den Beteiligten.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeister Tobias Handtke unterstrich Prof. Dr. Paul Becker in seinem Grußwort die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Bürgerschaft. Anschließend erläuterte Mojib Latif in seinem Fachvortrag die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur globalen Erwärmung und die Bedingungen, die aus seiner Sicht erfüllt werden müssen, um die Pariser Klimaziele noch erreichen zu können.

Dabei machte Latif trotz der großen Herausforderungen deutlich, dass weiterhin Handlungsmöglichkeiten bestehen. Nicht nur internationale und nationale Entscheidungen seien entscheidend, sondern auch Maßnahmen auf kommunaler Ebene sowie das Verhalten jedes Einzelnen könnten einen Beitrag leisten.

Mojib Latif macht Mut: „Es ist für nichts zu spät“

In der anschließenden Fragerunde hatten die Besucher Gelegenheit, konkrete Fragen an die Fachleute zu richten und über kommunale Klimaschutzmaßnahmen zu diskutieren. Auch der direkte Austausch mit den örtlichen Vereinen und Initiativen wurde intensiv genutzt.

Die Veranstalter ziehen nach dem 4. Klimaforum eine positive Bilanz. Mehr als 350 Gäste, zahlreiche vorgestellte Projekte und eine lebhafte Diskussion zeigten nach ihrer Einschätzung das große Interesse am Klimaschutz in Neu Wulmstorf und an der Frage, wie die Gemeinde ihre eigenen Möglichkeiten nutzen kann.

Zum Abschluss brachte Mojib Latif die Botschaft des Abends mit einem kurzen Satz auf den Punkt: „Es ist für nichts zu spät.“

Redaktion

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2 Kommentare

  1. Ja, es ist für nichts zu spät: Was man tun -oder besser lassen sollte – wissen wir doch. Warum also nicht heute damit beginnen? Auf die „anderen“ zu warten. oder gar „die Politik“, ist nur Zeitverschwendung. Nicht jeder Sau nachlaufen, die durch das Dorf getrieben wird, nur weil das ja alle machen, oder weil es bequem ist und Zeit spart. Was wollen wir denn mit der gesparten Zeit?
    Wir haben unseren Kopf nicht nur, damit es in den Hals nicht reinregnet. Vor der Konsumentscheidung kurz das Hirn einschalten. Brauche ich das jetzt, oder will ich es nur haben?

  2. Inzwischen ist es leider wohl so weit, dass ein eingespartes Zehntel Grad nur noch ein Aufschub ist. Wir werden nicht mehr verhindern können, dass die Tundren und Permafrostböden auftauen. Die darin enthaltenen Mengen Kohlendioxid und Methan sind doppelt so groß wie das, was der Mensch bisher seit Beginn der Industrialisierung produziert hat. Wenn das alles frei wird, sind wir ratz-fatz bei 600 ppm und mehr, und dann gute Nacht, Marie. Der Letzte macht das Licht aus.

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