Bezirk Harburg

Riesen-Chaos auf Schienen und Straßen: Erneute Geduldsproben für Hamburgs Süden

Harburg – Die Region steht vor massiven Geduldsproben im Nah- und Fernverkehr. Während der S-Bahnsperrung zwischen Wilhelmsburg und Hammerbrook, die noch bis zum 16. Juli um circa 22 Uhr andauert, halten die Busse des Schienenersatzverkehrs nicht an der U-Bahnstation Elbbrücken. Die HafenCity ist damit komplett vom Süden abgehängt. Fahrgäste müssen den Umweg über den Hauptbahnhof nehmen. Zudem hat die Hamburg Port Authority am 9. Juli den Neubau der Cranzer Rollbrücke gestartet, weshalb das Alte Estesperrwerk bis zum 16. November 2026 voll gesperrt bleibt. Eine Querung für Fußgänger und Radfahrer ist nicht möglich, das neue Estesperrwerk ist die nächste Alternative. Immerhin: Fußgänger dürfen zwischen den Haltestellen „Alter Fährweg“ und „Altes Estesperrwerk“ die Buslinien 150, 257, 2044, 350 und 550 ohne Fahrkarte nutzen.

Sternbrücke sorgt für noch längere Sperrungen und das DB-Reisezentrum schließt permanent

Noch vor dem Start der Sperrung ab dem 17. Juli zwischen Sternschanze und Altona steht fest, dass die Arbeiten an der Sternbrücke um mindestens zwei Wochen bis zum 30. August 2026 verlängert werden müssen. Züge können dort nicht fahren, ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet. Die S5 fährt nicht über Dammtor, sondern über Jungfernstieg. Die S7 pendelt als S2 zwischen Sternschanze und Aumühle. Auch der Regional- und Fernverkehr Richtung Kiel, Flensburg und Sylt ist stark eingeschränkt und startet oft erst ab Pinneberg oder Elmshorn. Zudem ist der Autoverkehr auf der B4 in diesem Zeitraum komplett blockiert. Eine dauerhafte Änderung gibt es im Harburger Bahnhof: Das DB-Reisezentrum wurde geschlossen. Fahrgäste erhalten Fernverkehrskarten und die dazugehörige Beratung ab sofort im hvv-Servicecenter vor dem S-Bahneingang.

Neue Nachtzüge nach Paris und wichtige Termine der AG Verkehr für alle Radretter

Es gibt auch positive Nachrichten für Reisende, denn das Nachtzugangebot ab Harburg wird massiv ausgebaut. Ab dem 13. Juli fährt montags, mittwochs und freitags um 21:55 Uhr ein Nachtzug von „european sleeper“ nach Paris mit Zwischenstopp in Brüssel, von wo aus Anschlüsse nach London, Lyon, Montpellier und Barcelona bestehen. Zudem bietet der Zug eine umsteigefreie Tagesverbindung von Harburg nach Berlin. Die „Nightjet“-Züge nach Österreich und in die Schweiz verkehren weiterhin täglich und bieten attraktive Anschlüsse nach Klagenfurt, Graz, Innsbruck und über Zürich bis nach Rimini. Wer sich lieber vor Ort für die Verkehrswende einsetzt, kann an den Radtouren der AG Verkehr teilnehmen, informiert SPD-Verkehrsexperte Frank Wiesner. Treffpunkt ist jeweils um 11 Uhr auf dem Harburger Rathausplatz. Die Ziele sind Kirchwerder am 19. Juli, die Alsterinseln am 9. August, Finkenwerder am 13. September und Wilhelmsburg am 11. Oktober. Die nächsten Sitzungen der AG Verkehr21 finden ab dem 3. August monatlich jeweils montags um 18 Uhr in der BurgerLounge statt.

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