Bezirk Harburg

Dunkle Jahreszeit beginnt: Polizei warnt nach Einbruchsversuch in Neugraben-Fischbek

Neugraben-Fischbek – Die Tage werden spürbar kürzer, Ende Oktober werden die Uhren umgestellt und am Abend wird es deutlich früher dunkel. Mit der dunklen Jahreszeit beginnt zugleich eine Zeit, in der Einbrecher besonders aktiv sind. Wie schnell aus einer alltäglichen Situation eine gefährliche werden kann, zeigte sich jetzt in Neugraben-Fischbek: Ein mutmaßlicher Einbrecher soll versucht haben, über ein gekipptes Fenster in ein Einfamilienhaus einzudringen.

Nach Angaben der Polizei versuchte ein 35 Jahre alter rumänischer Staatsangehöriger am Abend, ein im Erdgeschoss auf Kipp stehendes Fenster gewaltsam zu öffnen. Der 52-jährige Bewohner bemerkte den Mann jedoch rechtzeitig. Der Verdächtige ergriff daraufhin die Flucht vom Grundstück.

Einsatzkräfte konnten den 35-Jährigen gegen 23.45 Uhr am Bahnhof Neugraben vorläufig festnehmen. Im Zuge der weiteren Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass er im Verlauf des Abends außerdem versucht haben soll, einen Pkw zu entwenden. Zudem soll er sich unberechtigt auf einem weiteren Grundstück aufgehalten haben, wo ihn ebenfalls Bewohner bemerkten. Der Kriminaldauerdienst führte den Mann anschließend dem Untersuchungsgefängnis zu.

Gekippte Fenster sind für Einbrecher kaum ein Hindernis

Plastikschnipsel

Der aktuelle Fall nimmt die Polizei zum Anlass, erneut auf grundlegende Regeln zum Einbruchschutz hinzuweisen. Haustüren sollten beim Verlassen des Hauses immer abgeschlossen und nicht lediglich zugezogen werden – auch dann, wenn die Bewohner nur für kurze Zeit unterwegs sind. Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren sollten vollständig geschlossen werden. Besonders gekippte Fenster stellen nach Einschätzung der Polizei keinen wirksamen Schutz dar.

Ersatzschlüssel sollten niemals außerhalb des Hauses versteckt werden. Wer einen Schlüssel verliert, sollte den Schließzylinder möglichst schnell austauschen lassen. Das gilt insbesondere dann, wenn gemeinsam mit dem Schlüssel Dokumente oder andere Hinweise auf die Wohnanschrift verloren gegangen oder gestohlen worden sind.

Aufmerksam sollten Bewohner außerdem bei verdächtigen Personen im Treppenhaus, auf Nachbargrundstücken oder innerhalb einer Wohnanlage werden. Bei konkreten verdächtigen Beobachtungen sollte umgehend die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden. Auch Hinweise auf eine längere Abwesenheit in sozialen Netzwerken, auf Anrufbeantwortern oder über Zettel an der Haustür können Einbrechern wichtige Informationen liefern.

Eine besondere Methode sind sogenannte Abwesenheitskontrollen. Dabei bringen Täter beispielsweise dünne Klebefäden oder kleine Plastikteile zwischen Türzarge und Türblatt an. Bleiben diese über längere Zeit unberührt, kann dies darauf hindeuten, dass niemand die Wohnung betreten hat. Wer solche verdächtigen Gegenstände entdeckt, sollte sie möglichst nicht achtlos entfernen, sondern die Polizei informieren. Das Hinweistelefon der Polizei Hamburg ist unter 040 4286-56789 erreichbar.

Kostenlose Beratung zum Einbruchschutz in Hamburg

Wer sein Haus oder seine Wohnung besser schützen möchte, kann sich in Hamburg an das örtlich zuständige Polizeikommissariat wenden. Die Stadtteilpolizisten beraten unter anderem zu einfachen mechanischen Sicherungen für Fenster und Türen. Bei komplexeren Fragen, beispielsweise zu elektronischen Sicherungssystemen, kann der Kontakt zur Fachberatung des Landeskriminalamts hergestellt werden.

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Landeskriminalamts befindet sich beim Polizeikommissariat 14 in der Caffamacherreihe 4 in der Hamburger Innenstadt. Dort erhalten Bürger eine produktneutrale und kostenfreie Beratung zum Einbruchschutz. Die Beratungsstelle ist per E-Mail unter kriminalberatung@polizei.hamburg.de sowie zu den üblichen Bürozeiten telefonisch unter 040 4286-70777 erreichbar.

Weitere Informationen zur Kriminalpolizeilichen Beratung der Polizei Hamburg sowie bundesweit geltende Empfehlungen, Informationen zu geprüften Sicherungsprodukten und geeigneten Fachbetrieben gibt es zudem auf www.k-einbruch.de.

Redaktion

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