Harburg – Was vor fast 38 Jahren als unscheinbare Nordmanntanne begann, wird am kommenden Samstag, 7. November 2026, zu einem besonderen Weihnachtsmoment für Harburg. Dann wird die rund zehn Meter hohe Weihnachtstanne auf dem Harburger Rathausplatz angeliefert und aufgestellt. Mit einem gemütlichen Tannenrichtfest bei Kaffee und Gebäck wird ab 11 Uhr der Beginn der Vorweihnachtszeit gefeiert. Doch der diesjährige Weihnachtsbaum hat eine Geschichte, die zeigt, dass sich Geduld manchmal ganz besonders auszahlt.

„Nu geiht dat weller los!“ – so hätte es wohl der Vater von Henning Bornhold vom Tannenhof Bornhold gesagt. Und tatsächlich: Die Vorbereitungen für die Weihnachtszeit nehmen Fahrt auf. Wenn die große Nordmanntanne vor dem Harburger Rathaus ihren Platz einnimmt, kehrt ein vertrautes Stück vorweihnachtlicher Atmosphäre in die Harburger Innenstadt zurück.

Vor 38 Jahren war sie nicht schön genug

Die Geschichte des diesjährigen Weihnachtsbaums beginnt vor rund 38 Jahren auf dem Tannenhof Bornhold. Damals pflanzte Henning Bornholds Vater eine kleine Nordmanntanne, die eigentlich nach etwa zehn Jahren als Weihnachtsbaum verkauft werden sollte. Doch als es so weit war, entsprach der Baum offenbar nicht den Vorstellungen. Er war schlichtweg nicht schön genug und blieb deshalb stehen.

Was damals möglicherweise als kleiner Schönheitsfehler galt, erwies sich im Nachhinein als Glücksfall. Die Tanne durfte weiterwachsen, Jahr für Jahr, ohne gefällt zu werden. Aus dem einst verschmähten Bäumchen wurde im Laufe der Jahrzehnte ein stattlicher Baum von rund zehn Metern Höhe. Nun bekommt die Nordmanntanne doch noch ihren großen Auftritt – und das ausgerechnet auf einem der bekanntesten Plätze Harburgs.

Angeliefert und aufgestellt wird der Baum vom Tannenhof Bornhold selbst. Damit setzt sich eine Tradition fort, die für viele Harburger untrennbar mit dem Beginn der Weihnachtszeit verbunden ist.

Tannenrichtfest mit Kaffee und Gebäck

Am Samstagvormittag wird der Baum auf dem Harburger Rathausplatz aufgestellt. Ab 11 Uhr sind Besucher eingeladen, diesen besonderen Moment beim Tannenrichtfest mit Kaffee und Gebäck mitzuerleben. Gerade für Familien und Weihnachtsfreunde bietet sich damit eine schöne Gelegenheit, den Beginn der Vorweihnachtszeit gemeinsam zu genießen.

Mit der großen Tanne bekommt der Rathausplatz wieder seinen weihnachtlichen Mittelpunkt. In den kommenden Wochen wird sie die Kulisse für Begegnungen, Gespräche und den Harburger Weihnachtsmarkt bilden. Für viele Menschen gehört der Anblick des großen Weihnachtsbaums genauso zur Adventszeit wie Lichterglanz, Weihnachtsmusik und der Duft von gebrannten Mandeln.

Auch nach dem Weihnachtsmarkt soll die Geschichte des Baumes noch nicht zu Ende sein. Nach seinem großen Auftritt auf dem Rathausplatz ist vorgesehen, dass die Tanne ihren Weg zurück in den Wald findet.

Vielleicht liegt gerade darin der besondere Reiz dieses Weihnachtsbaums: Vor Jahrzehnten war er nicht schön genug, um verkauft zu werden. Nun wird er zum Mittelpunkt der Harburger Weihnachtszeit. Manchmal braucht es eben etwas länger, bis ein Baum seinen ganz besonderen Platz findet.