Bezirk Harburg

Neue Promenade am Wasser: Harburger Binnenhafen bekommt grünen Treffpunkt

Harburg – Der Binnenhafen ist um einen neuen Aufenthaltsort reicher: Mit dem Grünzug „Harburger Brücken“ wurde eine neue Promenade zwischen Karnapp und Veritaskai offiziell eingeweiht. Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein und Bezirksamtsleiter Christian Carstensen stellten die bereits im Juli fertiggestellte Anlage vor, die Spazierwege am Wasser, neue Bäume, Grünflächen und historische Hafenrelikte miteinander verbindet.

Die geschwungene Wegeführung beginnt im Süden am Karnapp und führt in Richtung Veritaskai. Entlang des Kanals prägen eine Wiesenböschung, Gehölze und neu gepflanzte Bäume den ersten Abschnitt.

Ab der sanierten und denkmalgeschützten Kaimauer öffnet sich die Promenade. Besucher können direkt am östlichen Bahnhofskanal entlanggehen oder zwischen Vegetationsinseln flanieren, die in den Granitbelag integriert wurden. Im westlichen Bereich schließen zwei verlängerte Grünzüge aus Richtung Theodor-Yorck-Straße an.

Neue Bäume sollen im Sommer für Schatten sorgen

Bei der Gestaltung spielte auch die Anpassung an steigende Temperaturen und Starkregen eine Rolle. Neue Bäume sollen künftig mehr Schatten spenden. Gepflanzt wurden Arten, die mit den veränderten klimatischen Bedingungen möglichst gut zurechtkommen sollen.

Eine Besonderheit befindet sich unter der Oberfläche: Niederschlagswasser wird über sogenannte Schwammstadtabläufe und Drainageleitungen gesammelt und gezielt zu den Bäumen geführt. Regenwasser soll dadurch vor Ort genutzt werden, anstatt möglichst schnell aus dem Gebiet abzufließen.

„Gute Stadtentwicklung bedeutet nicht nur, neue Wohnungen und Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch attraktive öffentliche Räume, die allen offenstehen“, erklärte Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein. Der neue Grünzug verbinde Aufenthaltsqualität am Wasser mit Erholung und Klimaanpassung.

Binnenhafen soll noch attraktiver werden

Auch Bezirksamtsleiter Christian Carstensen sieht die neue Promenade als weiteren Baustein bei der Entwicklung des Harburger Binnenhafens. Er lädt die Harburger und Gäste dazu ein, die neuen Wege und Aufenthaltsbereiche selbst zu entdecken.

Finanziert wurde das Projekt hauptsächlich über das Finanzierungsprogramm Wohnungsbauentwicklung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Hinzu kamen Mittel der Umweltbehörde, des Bezirksamts Harburg sowie aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung, kurz RISE.

Mit RISE werden in Hamburg Quartiere gefördert, die städtebaulich aufgewertet und langfristig stabilisiert werden sollen. Dazu gehören Investitionen in öffentliche Plätze, Grünanlagen, das Wohnumfeld und soziale Infrastruktur.

Informationen zum Fördergebiet Harburger Binnenhafen / Neuland-Nordwest, zu aktuellen Projekten und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es im Stadtteilbüro sowie unter www.harburger-binnenhafen.de.

Ein Kommentar

  1. Super, finanziert für die Wohlhabenden, die sich die Wohngegend leisten können und damit dort andere (!) nicht „verweilen “ sollen, hat man gleich die Bänke, Tische und Inseln weggelassen… Sowas nenne ich Stadtplanung gegen die Bevölkerung des Harburger Bezirkes… Schade…

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