Nach Sabotageaktionen: Hamburg schützt offenbar kritische Infrastruktur sichtbar stärker
Hamburg – Nach mutmaßlichen Sabotageakten auf Energieanlagen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen verstärkt Hamburg sichtbar den Schutz kritischer Infrastruktur. Die Polizei kontrollierte mehrere Energieanlagen im Großraum Hamburg. Reporter von scharnberg.de beobachteten zudem seit Mittwoch, 2. September, einen Wachdienst an der Umspannanlage an der Waltershofer Straße.
Nach Angaben der Hamburger Polizei gibt es bislang keine konkreten Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Angriff in der Hansestadt. Die jüngsten Vorfälle haben dennoch zu verstärkter Aufmerksamkeit bei Behörden und Betreibern geführt.
Energieanlagen stärker im Fokus
Kontrolliert wurden unter anderem Anlagen in Moorburg und Tiefstack sowie das Kraftwerk in Wedel. Auch an weiteren relevanten Standorten im Hamburger Süden sind Sicherheitsdienste präsent.
Ob die Bewachung an der Waltershofer Straße unmittelbar als Reaktion auf die jüngsten Sabotagefälle eingerichtet wurde, ist bislang nicht bekannt. Angaben zu Schutzkonzepten, Personalstärken oder Einsatzzeiten veröffentlicht scharnberg.de aus Sicherheitsgründen nicht.

Auch unter Sicherheitsaspekten wäre die geplante A26 Ost durch das Moor ein „lohnendes Ziel“. Kaum zu schützen und schwer zu reparieren. Aus Sicht der Angreifer: Wenig Aufwand, maximaler Schaden.