Meine Frau frisst Bücher wie andere Leute Butterkekse. Was sie für gut befindet, landet auf meinem Nachtschrank. Oftmals denke ich, dass ich diesen oder jenen Schreibstil kopieren könte, aber einen nicht: den von Simone Buchholz. Ich hab jedesmal einen Kloß im Hals, weil ich nicht so schreiben könnte wie sie, auch wenn ich mir noch so viel Mühe geben würde. Besonders zu empfehlen ist ihre "Chastity Riley" Buchreihe. Neben diversen Sachbüchern sind folgende Bände erschienen:
- 2008: Revolverherz. Ein Hamburg-Krimi, Droemer Verlag, ISBN 978-3-426-19813-1
- 2021: Überarbeitete Neufassung, Revolverherz, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-47178-4
- 2010: Knastpralinen. Ein Hamburg-Krimi, Droemer Verlag, ISBN 978-3-426-19814-8
- 2023: Überarbeitete Fassung: Knastpralinen, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-47315-3
- 2011: Schwedenbitter. Ein Hamburg-Krimi, Droemer Verlag, ISBN 978-3-426-22605-6
- 2025: Überarbeitete Fassung: Schwedenbitter, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-47499-0
- 2012: Eisnattern. Ein Hamburg-Krimi, Droemer Verlag, ISBN 978-3-426-22623-0
- 2013: Bullenpeitsche. Ein Hamburg-Krimi, Droemer Verlag, ISBN 978-3-426-22643-8
- 2016: Blaue Nacht, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-46662-9
- 2017: Beton Rouge, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-46785-5
- 2018: Mexikoring, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-46894-4
- 2019: Hotel Cartagena, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-47003-9
- 2021: River Clyde, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-47129-6
Quelle: Wikipedia
Ich pack mal eine Leseprobe in einen Kommentar, falls das als Copyright-Verstoß gewertet werden könnte, kann man ihn ja löschen. Glaub ich nicht, ist eher Werbung:
"Stepanovic geht von der Küche ins Wohnzimmer und vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer und vom Schlafzimmer ins Bad und vom Bad in den Flur und vom Flur zur Wohnungstür und von der Wohnungstür zurück in die Küche und da setzt er sich auf einen Stuhl, dann auf den Tisch, dann geht er wieder ins Wohnzimmer und setzt sich auf die Couch, dann geht er nochmal ins Bad, um sich etwas zu fragen, setzt sich aber nur auf den Badewannenrand, steht wieder auf, schaut in den Spiegel, verliert sich, verlässt schnell das Bad, läuft lautstark ins Schlafzimmer, mit zu schweren Schritten, er zeigt es dem Holzboden mal so richtig, im Schlafzimmer steht er dumm rum, das Bett ist keine Alternative, er landet schon wieder in der Küche, wirft einen Blick auf die Küchensachen, was, zischen die Küchensachen, er macht das Fenster weit auf, lehnt sich raus, zieht den Geruch der Nacht durch die Nase, pumpt die Lungen mit Innenstadtluft voll und atmet seine Vergangenheit aus.
Dann setzt er sich in den Fensterrahmen und zündet sich eine Zigarette an. Er denkt an Riley und an seinen Freund Vito, der sagt, er ist sowas von tot, weil er an Riley denkt, er spürt das Ziehen in seinem Bauch, das immer da ist, das er immer versucht wegzutrinken und wegzureden und wegzufahren und das nur aufhört, wenn sie bei ihm ist, egal, wie falsch das auch sein mag, und dann denkt er: Scheiß drauf, bin ich eben tot."
Aus dem Buch "River Clyde", Seite 202
Das ist schön, wenn man sich Zeit für Bücher nimmt. Tatsächlich lesen wir in unserem Haushalt fast keine Romane. Dafür sind Sachbücher, Anime und die Bücher einiger früherer Kanzler im Regal. Davon beeindrucken vor allem die Bücher von Kanzler Schmidt, der schon vor mehr als 10 Jahren alles hat kommen sehen.