Seevetal – Die Gemeinde Seevetal macht ernst im Kampf gegen den Lärm der Autobahnen. Gestützt auf ihren aktuellen Lärmaktionsplan und ein Gutachten der Autobahn AG fordert sie von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde, auf sämtlichen innerhalb des Gemeindegebiets verlaufenden Abschnitten der A1, A7 und A39 eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h anzuordnen. Ziel ist es, die nächtlichen Lärmpegel…
Gut so! Die meisten Menschen verbringen ihr Lebdn nicht beim Auto fahren, schon gar nicht nachts.
Die besten Vorschriften und Gesetze nützen nichts, wenn nicht eingehalten, durchgetzt und die Einhaltung kontrolliert wird
Die Initiative der Gemeinde Seevetal ist natürlich vollumfänglich zu begrüßen. Wegen mir bundesweit auf allen BAB Tempo 80. Na, ich will mal nicht so sein... 100 für PKW.
Mir fehlt aber was bei solchen Diskussionen. Die Frage nämlich, wie es eigentlich dazu kam, dass der Verkehrslärm die örtliche Politik zu solchen Verzweifelungstaten treibt. Dazu ein Ausflug in die Physik. (rumdozier:)
Es gibt einen Zusammenhang zwischen Reifenbreite und Lärmbelastung. Je schmaler der Reifen, desto geringer die Rollgeräusche. Umgekehrt gilt: Je breiter der Reifen und je höher das Fahrzeuggewicht, desto mehr Krach, besonders auf altem Asphalt und noch viel mehr bei Nässe.
So.
Und was beobachten wir seit Jahr unt Tag? Dass die Autos immer fetter und die Reifen immer breiter werden. Das zischt nicht mehr, das sagt "WOSCH!", wenn der bei Regen an dir vorbeirauscht. Und wenn das 100 tun, die 100 und mehr fahren, dann gibt das so ein eigenartig heulendes Grundrauschen, wie wir es im Seevetal genießen dürfen.
Wären die SUVs nun Kabinenroller mit Elektrontrieb, wäre Ruhe im Karton. Vielleicht kommen wir da eines Tages hin. Bis dahin ist Tempo 80 wenigstens ein Schritt nach vorn. Ich wünsche den Seevetaler/innen viel Erfolg.
