Kundenzentrum Süderelbe: Unterstützung für den Erhalt des Standorts wächst
Neugraben – Die Diskussion um die Zukunft des Kundenzentrums Süderelbe am Neugrabener Marktplatz nimmt weiter Fahrt auf. Nach unserem Bericht über die Bedeutung des Standorts wächst die Unterstützung für den Erhalt der wohnortnahen Anlaufstelle. Dabei steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie der Bürgerservice im stark wachsenden Hamburger Süden künftig organisiert werden soll.
Persönlicher Bürgerservice bleibt für viele wichtig
Im Kundenzentrum Süderelbe können zahlreiche wichtige Behördenangelegenheiten erledigt werden. Dazu gehören unter anderem An-, Um- und Abmeldungen von Wohnsitzen, die Beantragung und Abholung von Personalausweisen und Reisepässen, Meldebescheinigungen, Führungszeugnisse sowie amtliche Beglaubigungen.
Zwar lassen sich inzwischen verschiedene Dienstleistungen digital erledigen, doch nicht alle Angebote stehen vollständig online zur Verfügung. Zudem gibt es weiterhin viele Bürger, die auf einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort angewiesen sind oder den direkten Kontakt mit der Verwaltung bevorzugen.
Hinzu kommt die Entwicklung im Raum Neugraben-Fischbek. Mit dem Vogelkamp und dem Fischbeker Heidbrook sind bereits große neue Wohngebiete entstanden. Mit den Fischbeker Reethen sollen weitere Einwohner hinzukommen. Damit steigt auch der Bedarf an gut erreichbaren Verwaltungsangeboten im Stadtteil.
Forderung nach Erhalt erhält weitere Unterstützung
Für einen Fortbestand des Kundenzentrums spricht sich inzwischen auch Dr. Gudrun Schittek aus. Sie fordert, den Standort am Neugrabener Marktplatz zu erhalten und damit weiterhin einen bürgernahen Service im Hamburger Süden sicherzustellen.
Die Diskussion dürfte damit weiter an Bedeutung gewinnen. Denn angesichts wachsender Stadtteile und weiterhin notwendiger persönlicher Behördengänge stellt sich zunehmend die Frage, ob ein Verzicht auf den Standort tatsächlich mit dem Anspruch einer wohnortnahen Verwaltung vereinbar wäre.
Nicht nur grosse neue Wohngebiete entstehen. In den Siedlungen aus der Nachkriegszeit in den Heiden vollzieht sich ein Gerationenwechsel. Die Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser werden häufig verkauft, Grunstücke geteilt und durch Mehrfamlienhäuser ersetzt, wo entsprechend mehr Leute wohnen.