Harburg – Wie wirken sich Hamburgs Haushaltspläne auf Jugendtreffs, Begegnungsorte und Kulturangebote im Bezirk aus? Diese Frage will die Linksfraktion am Dienstag, 3. November, in der aktuellen Stunde der Bezirksversammlung diskutieren. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im Harburger Rathaus.

Hintergrund ist die vom Senat geplante dauerhafte Haushaltsentlastung von jährlich 600 Millionen Euro. Nach Darstellung der Linksfraktion sollen steigende Kosten nicht überall ausgeglichen und frei werdende Stellen nicht durchgehend nachbesetzt werden. Die Fraktion warnt, dass dadurch soziale Angebote und öffentliche Dienstleistungen in Harburg unter erheblichen Druck geraten könnten. Wachsende Ausgaben für Personal, Mieten, Energie und Sachmittel verschärften die Lage zusätzlich.

Dabei sieht die Linke bereits heute Finanzierungslücken im Bezirk. Sie verweist auf den Jugendhilfeausschuss, der Harburgs Bedarf bei der Mittelverteilung unzureichend berücksichtigt sieht. Für die Stadtteilkultur fordert die Bezirksversammlung nach Angaben der Fraktion parteiübergreifend mindestens 450.000 Euro zusätzlich pro Jahr.

Aus Sicht der Linken steht damit auch die verlässliche Finanzierung von Jugendtreffs, nachbarschaftlichen Begegnungsorten und kultureller Teilhabe auf dem Spiel. Die Fraktion fordert einen Haushalt, der die tatsächlichen Bedürfnisse im Bezirk berücksichtigt. Wer soziale Angebote schwäche, riskiere, dass Probleme weiter wachsen.