Haus Emsen in Gefahr: Friedrich-Ebert-Gymnasium kämpft um sein Schullandheim
Harburg – Klassenfahrten, Orchesterproben, Kennenlerntage und gemeinsame Erlebnisse: Seit Jahrzehnten gehört das Schullandheim Haus Emsen fest zum Friedrich-Ebert-Gymnasium. Doch nun ist die Zukunft des Hauses gefährdet. Nach Angaben der Schule und ihres Schulvereins stehen notwendige Arbeiten an Brandschutz, Fassade und Dach an, die rund 400.000 Euro kosten sollen. Diese Summe kann das Haus aus seinen laufenden Einnahmen nicht finanzieren. Ohne zusätzliche Unterstützung droht deshalb ein Verkauf.
Die Verbindung zwischen dem Friedrich-Ebert-Gymnasium und Haus Emsen reicht weit zurück. Das ehemalige Forsthaus wurde 1963 vom Schulverein gekauft und anschließend zum Schullandheim umgebaut. 2013 wurde es umfassend renoviert und modernisiert. Heute verfügt das Haus über 38 Betten, mehrere Aufenthalts- und Seminarräume sowie einen großen Garten und wird für Klassen- und Projektfahrten, Musik- und Theaterproben genutzt.


Schule sucht Unterstützung für den Erhalt
Für Generationen von Schülern ist Haus Emsen nach Angaben der Schule weit mehr als eine Unterkunft. Es ist ein Ort, an dem Klassengemeinschaften entstehen, Orchester gemeinsam proben und Schüler außerhalb des Unterrichts Zeit miteinander verbringen können.
Der Schulverein sucht deshalb Menschen, Unternehmen und Institutionen, die dabei helfen, das Schullandheim zu erhalten und die notwendigen Sanierungsarbeiten zu finanzieren. Die Bedeutung des Hauses soll dabei auch aus Sicht der Schüler sichtbar werden: Die Oberstufenschülerin Emma Kaus hat für die Schülerzeitung „Die Glocke“ beschrieben, welche Rolle Haus Emsen für das Schulleben spielt.
Dass Handlungsbedarf besteht, zeigt auch die aktuelle Übersicht der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Schullandheime. Dort wird Haus Emsen derzeit mit dem Hinweis geführt, dass keine Übernachtungen stattfinden.
Für das Friedrich-Ebert-Gymnasium und seinen Schulverein geht es nun darum, einen Ort zu bewahren, der seit mehr als sechs Jahrzehnten eng mit der Schule verbunden ist. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich an das Friedrich-Ebert-Gymnasium beziehungsweise dessen Schulverein wenden.
