Harburg vor harten Verkehrswochen – aber es gibt auch gute Nachrichten
Harburg – Baustellen, Sperrungen und schwierige Elbquerungen werden den Verkehr in und um Harburg in den kommenden Wochen erneut kräftig fordern. Frank Wiesner von der AG Verkehr21 hat einen aktuellen Überblick zusammengestellt. Im Mittelpunkt steht der Beginn der Sanierung des Doppelknotens am Harburger ZOB, dazu kommen zwei umfangreiche Autobahnsperrungen. Gleichzeitig gibt es aber auch positive Nachrichten für Fußgänger, Radfahrer und Bahnreisende.
Doppelknoten: Moorstraße wird komplett gesperrt
Am Donnerstag, 10. September, beginnen die Bauarbeiten am sogenannten Doppelknoten der B73 rund um Buxtehuder Straße, Hannoversche Straße, Walter-Dudek-Brücke und Moorstraße. Die Arbeiten sollen in zwei großen Bauabschnitten bis Ende September 2027 dauern. Im ersten Abschnitt stehen unter anderem Umbau- und Asphaltierungsarbeiten im südwestlichen Bereich der Buxtehuder Straße, die Deckensanierung der Moorstraße, die Instandsetzung der Moorstraßenbrücke sowie Reparaturen an den Nebenflächen auf dem Programm.
Für Autofahrer bedeutet das erhebliche Veränderungen. Die Moorstraße und die südliche Hannoversche Straße werden zunächst voll gesperrt. Der Verkehr zwischen B75 und B73 wird weitgehend über die Walter-Dudek-Brücke zur Buxtehuder Straße geführt. Auch der Bereich unmittelbar vor dem ZOB ist betroffen. Wer zum Fernbahnhof, zum Phoenix-Center oder in Richtung Wilstorf will, muss unter anderem über die Schlachthofstraße ausweichen.
Auch zahlreiche Buslinien müssen ihre gewohnten Wege verlassen. Betroffen sind unter anderem die Linien X30, 152, 349, 543 und 641. Die Haltestelle Moorstraße kann während der ersten Bauphase nicht bedient werden, Ersatzhalte werden am Harburger Ring und am Großmoordamm eingerichtet. Die Linien X30, 152 und 349 fahren in beiden Richtungen über die Goldtschmidtstraße. Die Linien 543 und 641 fahren von S Harburg Rathaus ohne Halt am Harburger Ring weiter zum Großmoordamm.
Fußgänger und Radfahrer werden teilweise mit Umwegen um das Baufeld geführt. Die Zugänge zum S-Bahnhof Harburg bleiben erreichbar. Eine erfreuliche Nachricht gibt es dagegen an anderer Stelle: Nach Angaben Wiesners ist die neue Verbindung für Fußgänger und Radfahrer von der Zweibrückenstraße im Bereich der Elbbrücken zum Entenwerder Park inzwischen in Betrieb.
Zusätzliche Belastungen drohen auf den Autobahnen. Von Freitag, 11. September, 22 Uhr, bis Montag, 14. September, 5 Uhr, wird die A7 im Bereich zwischen Volkspark und Schnelsen-Nord in beiden Richtungen gesperrt. Auch die A23 ist von den Einschränkungen betroffen. Für den überregionalen Verkehr werden weiträumige Umfahrungen empfohlen.
Schon am folgenden Wochenende steht die nächste große Sperrung an: Von Freitag, 18. September, 22 Uhr, bis Montag, 21. September, 5 Uhr, wird die A1 zwischen Hamburg-Stillhorn und Hamburg-Harburg in Fahrtrichtung Süden gesperrt. Für den innerstädtischen Verkehr dürfte das besonders in Wilhelmsburg und rund um die Anschlussstelle Harburg zu erheblichen Belastungen führen. Einige Arbeiten sind witterungsabhängig und können kurzfristig verschoben werden.
Neue Direktzüge und Rückkehr der Verbindung nach Groningen
Auf der Schiene gibt es ebenfalls Veränderungen. Ab Ende September beziehungsweise Anfang Oktober entstehen neue umsteigefreie Fernverkehrsverbindungen in Richtung Berlin und Amsterdam. Besonders Harburg und Bergedorf sollen von zusätzlichen Direktverbindungen profitieren.
Ab dem 2. Oktober werden im Zuge der Korridorsanierung zwischen Berlin und Hannover ICE-Verbindungen über Hamburg geführt. Dadurch erhalten Harburg und Bergedorf direkte Fernverkehrsverbindungen nach Berlin und Amsterdam, ohne dass dafür der Hamburger Hauptbahnhof genutzt werden muss.
Ein weiterer wichtiger Schritt im grenzüberschreitenden Bahnverkehr ist für Anfang Oktober vorgesehen. Dann soll nach langer Unterbrechung die Bahnstrecke zwischen Leer und Groningen über die neue Friesenbrücke wieder in Betrieb gehen.
Auch die AG Verkehr21 setzt ihre Termine fort. Die nächste Radtour startet am Sonntag, 13. September, um 11 Uhr auf dem Harburger Rathausplatz und führt nach Finkenwerder und Altenwerder. Am Sonntag, 11. Oktober, stehen Wilhelmsburg und die HafenCity auf dem Programm. Die Rückkehr ist jeweils gegen 18 Uhr geplant.
Das nächste Treffen der AG Verkehr21 findet am Montag, 5. Oktober, um 18 Uhr in der BurgerLounge, Am Zentrumshaus 2 in Harburg, statt. Weitere Sitzungen sind für den 9. November sowie den 7. Dezember vorgesehen. Im Dezember soll das Jahr anschließend ab etwa 19.30 Uhr auf dem Harburger Weihnachtsmarkt ausklingen.
