Politik

Gasnetzstörungen in Harburg: Volt fordert Aufklärung und Hilfen für betroffene Haushalte

Harburg – Nach erneuten Ausfällen von Heizung und Warmwasser in zahlreichen Haushalten bringt die Volt-Fraktion einen Antrag in die Bezirksversammlung Harburg ein. Ziel ist eine umfassende Aufklärung der Gasnetzstörungen sowie konkrete Unterstützung für die betroffenen Bürger. Verantwortliche Stellen sollen in einen Ausschuss eingeladen werden, um Ursachen, Zuständigkeiten und Hilfsangebote transparent darzulegen.

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Hintergrund der Initiative sind Störungen im Gasnetz, die nach Angaben des Betreibers Hamburger Energienetze GmbH durch feine Staubpartikel verursacht worden sein sollen. Diese können sich von den Innenwänden der Leitungen lösen oder im Zuge von Tiefbauarbeiten in das Netz gelangen und Heizungsanlagen beschädigen. Der genaue Ursprung der Partikel ist bislang nicht abschließend geklärt.

Kritik übt Volt vor allem an der Informationspolitik. Viele Haushalte seien nicht direkt informiert worden und hätten bei winterlichen Temperaturen zeitweise ohne Heizung und Warmwasser auskommen müssen. Hinzu komme die Unsicherheit darüber, wer für entstandene Kosten aufkommt, etwa für Reparaturen, den Austausch von Filtern, Ersatzheizgeräte, Mietminderungen oder erhöhte Stromkosten durch Notheizungen.

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Verantwortlichkeiten und Unterstützung sollen geklärt werden

Mit dem Antrag fordert die Volt-Fraktion, die Hamburger Energienetze GmbH sowie die zuständige Fachbehörde in den zuständigen Ausschuss der Bezirksversammlung einzuladen. Dort sollen unter anderem die Anzahl der betroffenen Haushalte, regionale Schwerpunkte der Störungen, Ursachen im Gasnetz sowie Maßnahmen zur Vermeidung künftiger Ausfälle thematisiert werden. Ebenso sollen Reinigungs- und Wartungsmaßnahmen, eine verbesserte Information der Bevölkerung und konkrete Kostenübernahmen erörtert werden.

Isabel Wiest, Fraktionsvorsitzende von Volt in der Bezirksversammlung Harburg, betont die Dringlichkeit des Themas. Eine funktionierende Heizung sei gerade bei niedrigen Temperaturen keine Frage des Komforts, sondern Voraussetzung für würdiges Wohnen. Viele Menschen stünden plötzlich ohne Heizmöglichkeit da und wüssten nicht, an wen sie sich wenden sollen. Das sei nicht hinnehmbar.

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Zudem fordert Volt Klarheit darüber, wer Verantwortung trägt und wie den Betroffenen konkret geholfen wird. Gleichzeitig erwarte man vom Netzbetreiber und vom Senat, dass alles unternommen werde, um vergleichbare Störungen künftig zu verhindern. Ein weiterer Punkt des Antrags ist eine bessere Information von Mietern über ihre Rechte, etwa bei Mängelanzeigen und Mietminderungen, sowie ein unbürokratischer Zugang zu sozialen Hilfen für Haushalte mit geringem Einkommen.

Die Volt-Fraktion erwartet von den eingeladenen Stellen einen transparenten Bericht und konkrete Vorschläge zur Prävention weiterer Gasnetzstörungen im Bezirk.

Claudia

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