Früher als früher: Die ersten Weißstörche kehren in den Landkreis zurück
Landkreis Stade – Trotz Schnee und eisiger Temperaturen sind die ersten Weißstörche wieder im Landkreis Stade gesichtet worden. Beim ehrenamtlichen Storchenbetreuer Gert Dahms gingen in den vergangenen Wochen zahlreiche Meldungen ein.
Bereits am 9. Februar wurde in Hammah der erste Storch beobachtet. Allerdings blieb er nur wenige Tage vor Ort und zog anschließend weiter. „Bei den nun ankommenden Störchen handelt es sich nicht unbedingt um die vorjährigen Brutstörche. Es könnten auch Durchzügler sein, die dann weiter im Norden brüten“, erläutert Dahms.
Ab dem 12. Februar folgten Sichtungen aus Stade, Hohenwedel und Schölisch. In Burweg wurden am 14. Februar bereits zwei Störche am Nest gemeldet. Hier wird derzeit geprüft, ob sich darunter der beringte Storch aus dem Vorjahr befindet. Weitere Beobachtungen kamen aus Bargstedt, Ruschwedel, Harsefeld, Dollern sowie aus Estorf, Ahlerstedt und Sauensiek.
Klimawandel verändert Rückkehrzeiten der Zugvögel
Noch vor 20 Jahren trafen die Weißstörche meist erst Anfang April aus ihren Überwinterungsgebieten in Afrika im norddeutschen Brutgebiet ein. „Ursachen für die frühere Rückkehr von inzwischen zwei Monaten sind zum einen der Klimawandel und zum anderen die Überwinterung vieler Störche im nahen Spanien“, erklärt Dr. Uwe Andreas, Leiter des Amtes für Naturschutz des Landkreises Stade.
Allerdings gibt es auch Sorgen: In den Überwinterungsgebieten grassierte die Vogelgrippe. In der Umgebung von Madrid wurden rund 1.000 verendete Weißstörche gemeldet und eingesammelt. „Wir hoffen auf einen guten Bruterfolg unserer Störche im Landkreis Stade“, so Dr. Andreas. Im vergangenen Jahr waren 107 Nester besetzt, 79 Storchenpaare brüteten erfolgreich und zogen 140 Jungvögel auf.
Weitere Informationen zur Lebensweise der Weißstörche und zu ihren Niststandorten im Kreisgebiet sind auf der Internetseite des Landkreises Stade unter dem Suchbegriff Weißstorch zu finden.


