Bezirk Harburg

Feuer legt Harburg lahm: Autofahrer stehen bis zu zwei Stunden länger im Stau

Harburg – Ein Feuerwehreinsatz auf der Stader Straße hat am Dienstagnachmittag den ohnehin angespannten Feierabendverkehr in Harburg zeitweise zum Erliegen gebracht. Wegen der Löscharbeiten musste die wichtige Verkehrsachse B73 abschnittsweise in beide Richtungen gesperrt werden. Für zahlreiche Autofahrer bedeutete das massive Umwege und Verzögerungen. Einige waren nach eigenen Angaben ein bis zwei Stunden länger unterwegs als gewohnt.

Auslöser war ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus zwischen Milchgrund und Eißendorfer Pferdeweg. Gegen 15.38 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Aus einem verschlossenen Zimmer drang dichter Rauch ins Treppenhaus. Weil zunächst eine chemische Reaktion nicht ausgeschlossen werden konnte, führte die Feuerwehr Messungen durch und zog Spezialisten des Umweltdienstes hinzu. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Schwelbrand handelte. Hinweise auf Verletzte gab es zunächst nicht.

Sperrung trifft Harburg mitten im Feierabendverkehr

Während des Einsatzes wurde der Verkehr stadtauswärts zwischen Bissingstraße und Eißendorfer Pferdeweg gestoppt. Auch stadteinwärts bestand zwischen Eißendorfer Pferdeweg und Milchgrund zeitweise eine Sperrung. Damit fiel ausgerechnet im Berufsverkehr eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen im Harburger Westen aus. Erst nach und nach konnten Fahrspuren wieder freigegeben werden.

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Die Folgen waren weit über die unmittelbare Einsatzstelle hinaus zu spüren. Auf den Ausweichstrecken staute sich der Verkehr, Autofahrer berichteten von erheblich längeren Fahrzeiten. Der Frust richtete sich dabei nicht gegen den notwendigen Feuerwehreinsatz, sondern vor allem gegen die ohnehin angespannte Verkehrssituation und die wenigen leistungsfähigen Ausweichmöglichkeiten.

Baustellen und Umleitungen machen das Verkehrschaos perfekt

Besonders bitter: Harburg ist derzeit ohnehin durch zahlreiche Baustellen und veränderte Verkehrsführungen belastet. Auf der B75 an der Bremer Straße läuft seit Februar eine umfangreiche Grundinstandsetzung. Dort wird der Verkehr bis Ende 2026 grundsätzlich nur einspurig je Richtung durch den Baustellenbereich geführt. Mitte bis Ende August ist zudem die Anschlussstelle Hamburg-Marmstorf in Richtung Süden voll gesperrt. Hinzu kommen Sperrungen im Binnenhafen und der Waltershofer Straße.

Auch in der Eißendorfer Straße sorgen Bauarbeiten aktuell für Einschränkungen. Nach einer Vollsperrung wird der Verkehr dort noch bis zum 21. August abschnittsweise im Blockverkehr über eine provisorische Ampel geregelt.

Damit zeigte sich am Dienstag erneut, wie empfindlich das Harburger Straßennetz inzwischen auf zusätzliche Störungen reagiert. Fällt eine wichtige Hauptverkehrsstraße wie die Stader Straße auch nur vorübergehend aus, geraten die ohnehin belasteten Ausweichrouten schnell an ihre Grenzen. Für viele Autofahrer wurde aus dem normalen Heimweg so eine Geduldsprobe von mehreren Stunden.

Redaktion

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Ein Kommentar

  1. Einige waren nach eigenen Angaben ein bis zwei Stunden länger unterwegs als gewohnt.
    Ja, heult doch! Klar, jeder will schnell an sein Ziel, aber es gibt nun mal Dinge, die Vorrang haben. Ein Brand zum Beispiel, wobei Brände in der Staustatistik eine eher untergeordnete Rolle spielen dürften.Und dann der Schrei nach „leistungsfähigen Ausweichstrecken… sagt mal, geht’s noch? durch welches Wohngebiet soll eine 4-spurige Alternative zur B73 denn führen? Solche Vorstellungen liegen irgendwo zwischen übersteigertem Anspruchsdenken und Unverschämtheit. Wer Auto fährt, setzt viele andere einem Risiko aus. Den Autofahrern jetzt noch das Risiko der Zeitverzögerung von den Schultern zu nehmen, sprengt echt den Rahmen.

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