Hamburg-Neugraben-Fischbek – Ein brutaler Überfall auf eine 89-jährige Frau hat am Donnerstagvormittag (5. November 2026) in Neugraben-Fischbek für Aufregung gesorgt. In der Nähe der Michaeliskirche wurde die Seniorin gegen 9.40 Uhr von einem bislang unbekannten Mann angegriffen, beraubt und zu Boden gestoßen. Die Frau erlitt leichte Verletzungen. Die Polizei fahndet nach dem Täter und bittet dringend um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei war die 89-Jährige gerade auf dem Rückweg zu ihrem Haus, nachdem sie Arbeiten erledigt hatte. Plötzlich näherte sich ihr ein Unbekannter von hinten und griff sie unvermittelt an. Der Mann riss der Seniorin gewaltsam die Halskette vom Hals, stieß sie anschließend zu Boden und flüchtete mit seiner Beute in Richtung stadteinwärts.

Ein Nachbar wurde durch die Hilferufe der Frau auf den Überfall aufmerksam. Er eilte der Seniorin zu Hilfe, kümmerte sich zunächst um sie und alarmierte die Polizei. Mehrere Funkstreifenwagen beteiligten sich unmittelbar darauf an der Fahndung nach dem Räuber. Trotz der umgehend eingeleiteten Suchmaßnahmen konnte der Verdächtige nicht gefunden werden.

Die 89-Jährige wurde von einer Rettungswagenbesatzung vor Ort medizinisch versorgt. Ein Transport ins Krankenhaus war nicht erforderlich.

Polizei sucht dringend Zeugen des Überfalls

Der flüchtige Täter wird als etwa 40 bis 50 Jahre alter Mann beschrieben. Er soll zwischen 1,80 und 1,85 Meter groß sein, ein laut Polizei „osteuropäisches“ Erscheinungsbild haben und eine graue Mütze getragen haben.

Die weiteren Ermittlungen hat das für Raubdelikte zuständige Fachkommissariat der Region Harburg (LKA 184) übernommen. Die Ermittler hoffen insbesondere auf Beobachtungen von Anwohnern oder Passanten, die sich am Donnerstagvormittag im Bereich der Michaeliskirche aufgehalten haben oder einen verdächtigen Mann bemerkt haben.

Wer Hinweise auf den Täter oder den Überfall geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 040 4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.