Farben für die graue Brücke: Neugraben stimmt über neues Kunstprojekt ab

Neugraben – Die Fußgängerbrücke vom Bahnhof Neugraben zur Neugrabener Bahnhofstraße soll ein neues Gesicht bekommen. Wo bislang graue, verschmutzte und teils beschmierte Innenflächen den Eindruck prägen, ist jetzt ein dauerhaftes Kunstprojekt geplant. Der Stadtteilbeirat Neugraben-Zentrum will damit einen Ort aufwerten, den täglich viele Menschen nutzen und der für ankommende Bahnreisende oft den ersten Eindruck vom Stadtteil vermittelt.
Nachdem die Bahn im vergangenen Jahr den nördlichen Abschnitt bis zum ersten Treppenabgang im südlichen Teil gereinigt hatte, konnte die konkrete Planung für die künstlerische Gestaltung dieses Bereichs beginnen. Während der Mai-Schulferien soll dort nun ein neuer, farbenfroher Brückenabschnitt entstehen. Begleitet wird das Kunst- und Ferienprojekt vom Harburger Stadtmaler Ralf Schwinge sowie von Kathi Lühr in der kunst- und sozialpädagogischen Leitung.
„Bereits vor zehn Jahren hatte ich den Auftrag, die Brücke im Rahmen von 500 Jahre Neugraben neu zu gestalten. Aus zeitlichen Gründen konnte das Projekt damals leider nicht realisiert werden. Umso mehr freue ich mich, dass es nun endlich umgesetzt wird“, sagt Ralf Schwinge.
Die zu gestaltende Fläche umfasst rund 150 Quadratmeter. Die farbliche Gestaltung orientiert sich am nahen Fußgängertunnel unter der Bahnstrecke, der mit seinem Flächenmuster bereits heute für mehr Farbe im Stadtraum sorgt. Künftig sollen Brücke und Tunnel gestalterisch zusammenwirken und so ein freundlicheres und erkennbares Gesamtbild für Neugraben schaffen.

Ein wichtiger Teil des Projekts ist die Beteiligung junger Menschen aus dem Stadtteil. Kinder und Jugendliche sollen nicht nur zusehen, sondern selbst aktiv an der Umsetzung mitwirken. Geplant ist ihre Mitarbeit bei der Reinigung und Grundierung der Flächen, bei der Bemalung und auch beim späteren Schutzanstrich. Unter fachlicher Anleitung entsteht so Schritt für Schritt ein gemeinsames Kunstwerk im öffentlichen Raum.
Mit dem Projekt sind mehrere Ziele verbunden. Zum einen soll die Brücke deutlich freundlicher wirken und den öffentlichen Raum sichtbar aufwerten. Zum anderen stärkt die gemeinsame Arbeit die Identifikation mit dem Stadtteil. Junge Menschen erleben dabei ganz konkret, dass ihr Einsatz etwas verändert. Zudem gilt als Erfahrung aus ähnlichen Projekten, dass künstlerisch gestaltete Flächen oft respektvoller behandelt werden. Gleichzeitig verbindet das Ferienprojekt kreative Beschäftigung mit Teamarbeit, praktischem Lernen und Verantwortung.
Unterstützt wird das Vorhaben vom Bezirksamt Harburg, der Sparkasse Harburg-Buxtehude, der Haspa, der Bahn und dem Stadtteilbeirat Neugraben. Gemeinsam soll so ein Ort entstehen, der Gemeinschaft, Kreativität und ein einladendes Bild des Stadtteils sichtbar macht.
Bis Mittwoch, 30. April 2026, können Bürger ihren Favoriten aus drei Entwürfen auswählen. Die Abstimmung ist per E-Mail an stadtteilbeirat@kulturhaus-suederelbe.de möglich. Dabei reicht es aus, die Nummer des gewünschten Entwurfs 1, 2 oder 3 mitzuteilen. Außerdem sind die Entwürfe im Kulturhaus Süderelbe, in der Haspa-Filiale in Neugraben sowie in der Sparkasse Harburg-Buxtehude in Neugraben ausgestellt. Dort kann auch direkt vor Ort abgestimmt werden.



Eine gute Idee, allderdings hat das Projekt angesichts des Vandalismus im öffentlichen Raum auch hier in Neugraben nicht viel Aussicht auf eine längerfristige Existenz.
Ist auf dieser Brücke die Nutzung von diesem blöden Spielzeug (E-Scooter) eigentlich erlaubt? Ich finde das gefährlich, vor allem für die Fussgänger, wenn die unvermittelt von hinten an einem vorbei brettern.