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Starke Allianz für Opfer von Straftaten: WEISSER RING und Opferhilfe bündeln Kräfte in Niedersachsen

Harburg – Opfer von Straftaten sollen künftig schneller, gezielter und einfacher Unterstützung erhalten. Dafür intensivieren der WEISSE RING Niedersachsen und die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen ihre Zusammenarbeit und haben eine landesweite Kooperation vereinbart. Vorgestellt wurde diese am Mittwoch, 21. Januar 2026, bei einem Austausch mit der Leitungsebene der Polizeiinspektion Harburg.

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Zentrales Ziel der Zusammenarbeit ist es, Hemmschwellen abzubauen und Betroffenen frühzeitig den Zugang zu passgenauen Hilfsangeboten zu ermöglichen. Thomas Meyn, Leiter der Polizeiinspektion Harburg, machte deutlich, dass Opfer sich nicht allein gelassen fühlen dürfen und möglichst früh den Kontakt zu geeigneten Unterstützungsstellen finden sollen.

Im Gespräch stellten Vera Theelen, Außenstellenleiterin des WEISSEN RINGS im Landkreis Harburg, sowie Denise de With aus dem Büro Stade und Evelyn König aus dem Büro Lüneburg von der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen ihre jeweiligen Arbeitsschwerpunkte vor. Dabei wurde deutlich, dass sich beide Organisationen in ihren Strukturen sinnvoll ergänzen. Während der WEISSE RING ein flächendeckendes, niedrigschwelliges Unterstützungsangebot durch ehrenamtlich Engagierte bietet, arbeitet die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen mit hauptamtlichen Fachberaterinnen und Fachberatern sowie psychosozialen Prozessbegleiterinnen und -begleitern aus der Sozialen Arbeit.

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Gemeinsam betonten die Vertreterinnen beider Einrichtungen, dass die Perspektive und die Bedürfnisse der Opfer stets handlungsleitend sein müssen. Das Unterstützungsangebot reicht von Informationen zu strafrechtlichen Abläufen über Hilfe bei Entschädigungsfragen bis hin zu Zeugenbegleitung und psychosozialer Beratung. Der persönliche Kontakt mit den Betroffenen steht dabei im Mittelpunkt.

Der Zugang zu den Hilfsangeboten ist auf unterschiedlichen Wegen möglich, etwa online oder telefonisch, über mehrsprachige Informationsmaterialien mit QR-Codes oder – mit Einverständnis der Betroffenen – über eine direkte Vermittlung durch die Polizei. Nina Sommer, Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, ermutigte ausdrücklich auch Betroffene länger zurückliegender Straftaten, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Belastungen durch häusliche Gewalt, Wohnungseinbrüche oder langwierige Gerichtsverfahren könnten auch Monate später noch wirken und sollten nicht allein bewältigt werden.

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Zum Abschluss des Treffens richteten die Beteiligten einen gemeinsamen Appell an Öffentlichkeit und Institutionen. Während häufig die Täter im Fokus stehen, tragen Opfer und Geschädigte die Folgen von Straftaten oft ein Leben lang. Ihnen Anerkennung, Aufmerksamkeit und wirksame Unterstützung zukommen zu lassen, sei eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung.

Redaktion

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