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Nostalgie, Karussells und große Shows: Historischer Jahrmarkt lockt an den Kiekeberg

Rosengarten-Ehestorf – Eine Zeitreise in die bunte Welt der Jahrmärkte vor rund 100 Jahren erwartet die Besucher Anfang Oktober im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Von Freitag, 2. Oktober, bis Sonntag, 4. Oktober 2026, verwandelt sich das Museum jeweils von 10 bis 18 Uhr in eine nostalgische Kirmes mit historischen Fahrgeschäften, Jahrmarktsspielen, Shows und süßen Leckereien. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen 12 Euro. Die Shows sind im Eintritt enthalten, für einige Fahrgeschäfte und Attraktionen wird ein zusätzlicher Beitrag erhoben.

Historische Berg- und Talbahn, Kinderkarussell und Schiffschaukel bringen das Lebensgefühl vergangener Jahrmärkte zurück. Auch der museumseigene Kettenflieger dreht seine Runden und steht Kindern ab sechs Jahren offen. Darsteller der „Gelebten Geschichte“ zeigen zudem, wie Schausteller auf einem Jahrmarkt der 1920er-Jahre lebten und arbeiteten. Beim Kraftmesser, Froschspiel, Entenangeln oder Dosenwerfen können vor allem jüngere Besucher selbst aktiv werden. Am Samstag und Sonntag wird außerdem Ponyreiten angeboten.

Jonglage, Flohzirkus und der starke Eisen-Hans

Auf mehreren Bühnen und an verschiedenen Orten im Museum wartet ein umfangreiches Showprogramm. Erstmals am Kiekeberg präsentiert „Herr Konrad“ jeweils um 12 und 15 Uhr seine Jonglage-Show. Der beliebte „Eisen-Hans“ demonstriert um 12.30, 14 und 16 Uhr seine Kräfte.

Das Ensemble „Laterna Magica“ verbindet historische Bildprojektionen mit Geschichten und ist um 11, 13.30, 14.30 und 16.30 Uhr zu erleben. Eine Zaubershow beginnt um 14 Uhr. Beim „Flohzirkus Freddy“ können Besucher um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr staunen, während das Dortmunder Puppentheater um 11, 13, 14.30 und 16.30 Uhr Familien unterhält.

Der Historische Jahrmarkt ist dabei mehr als eine nostalgische Kirmes. Das Freilichtmuseum zeigt zugleich, wie sich die Jahrmärkte im Laufe der Jahrhunderte verändert haben. Ursprünglich dienten Waren- und Krammärkte vor allem dem Handel und der Versorgung. Nach und nach kamen Theater, Akrobatik, Musik und weitere Unterhaltungsangebote hinzu. Ende des 19. Jahrhunderts bestimmten schließlich Karussells, Schaubuden und technische Neuerungen zunehmend das Bild der Jahrmärkte.

Schmalzkuchen, Zuckerwatte und Brot aus dem Holzofen

Auch kulinarisch knüpft das Museum an das klassische Jahrmarktserlebnis an. Die Museumsbäckerei bereitet Brot und Gebäck im Holzbackofen zu. An den Buden gibt es unter anderem Eis, Schmalzkuchen, gebrannte Mandeln, Crêpes und Zuckerwatte. Rahmbrot und Bratwurst ergänzen das Angebot. Norddeutsche Gerichte bietet der Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“, während im „Wegewitz – Museumscafé und Rösterei“ Frühstück, selbstgeröstete Kaffeespezialitäten und hausgemachter Kuchen angeboten werden.

Das Museum ist mit dem Bus über die Haltestelle „Museum Kiekeberg“ direkt am Haupteingang erreichbar. Für Fahrräder gibt es Abstellmöglichkeiten, außerdem stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Besucher, die mit dem Auto anreisen, sollten beachten, dass die Zufahrt von der Autobahn während der Veranstaltung aufgrund von Bauarbeiten umgeleitet wird. Weitere Informationen gibt es unter kiekeberg-museum.de.

Redaktion

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