Neuer Look für Seevetals Feuerwehr: 111.000 Euro für ein starkes Zeichen der Wertschätzung
Seevetal – Einheitlich, modern und praxistauglich: Die aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Seevetal erhalten eine komplett neue Tagesdienstkleidung. Die Gemeinde investiert dafür in diesem Jahr rund 111.000 Euro und setzt damit zugleich ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute.
In der Kleiderkammer der Feuerwehr herrschte bereits rege Betriebsamkeit. Pakete wurden geöffnet, Kleidungsstücke ausgepackt und die ersten neuen Kombinationen anprobiert. Ein Großteil der Ausstattung ist inzwischen eingetroffen.
Zum neuen Outfit gehören jeweils eine kurzärmelige und eine langärmelige Dienstbluse beziehungsweise ein Hemd sowie Blouson und Cargohose. Auf die klassische Kombination aus Uniformjacke und Uniformhose verzichtet Seevetal bewusst. Stattdessen soll die Kleidung moderner wirken und sich zugleich für unterschiedliche Anlässe eignen.
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Zeugwartin Katja Steffen stellte sich kurzerhand als Model für die neue Ausstattung zur Verfügung. Gemeindebrandmeister Rainer Wendt zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „So sehen wir modern und zukunftsmäßig gut aufgestellt aus.“
Auch sein Stellvertreter Simon Steffen ist überzeugt: „Das sieht sehr schick aus. Man kann das neue Outfit zu jedem Anlass tragen: auf Zeltlager, auf Kommandoversammlung, Jahreshauptversammlung und so weiter, selbst bei der Hochzeit wird das noch schick und ordentlich aussehen.“
Eigene Schnitte für Frauen sorgen für besseren Sitz
Bei der Beschaffung wurde auch darauf geachtet, passende Varianten für Frauen und Männer anzubieten. Gerade diesen Punkt hält Katja Steffen für wichtig.
„Unsere neue Dienstbekleidung gibt es einmal für die Damen und für die Herren. Damit das dann dementsprechend auch gut aussieht. Und das finde ich wichtig, weil wir Frauen doch immer noch in der Unterzahl sind“, erklärt die Zeugwartin.
Zwar habe es auch bei der bisherigen Kleidung bereits spezielle Schnitte für Frauen gegeben, die neue Variante sei jedoch deutlich besser. Weitere Bestandteile der neuen Dienstkleidung, darunter Schirmmütze und Krawatte, sollen im kommenden Jahr folgen.
Möglich wurde die Umstellung durch eine Änderung der Niedersächsischen Feuerwehrverordnung im Jahr 2025. Seitdem kann die neue Dienstkleidung landesweit eingeführt werden. Die Entscheidung darüber liegt bei den jeweiligen Kommunen. Die aktuelle Fassung der Verordnung sieht entsprechende Regelungen zur Dienstkleidung vor.
In Seevetal fiel die Entscheidung früh: Auf Vorschlag von Bürgermeisterin Emily Weede beschloss das Gemeindekommando im Januar 2026, die neue Ausstattung möglichst schnell für sämtliche aktiven Feuerwehrleute zu beschaffen.
Alle Wehren werden gleichzeitig ausgestattet
Dabei war für die Bürgermeisterin entscheidend, dass nicht zwischen einzelnen Ortswehren unterschieden wird.
„Ich finde es wichtig, dass die neue Dienstkleidung für alle Aktiven gilt und wir keine Unterschiede machen zwischen zum Beispiel einer kleinen Wehr oder einer großen Wehr, sondern dass wirklich alle aktiven Mitglieder das jetzt in einem Schwung bekommen. Das hat mit Wertschätzung zu tun“, betont Emily Weede.
Auch bei der Qualität wollte die Gemeinde keine Abstriche machen. Die Verarbeitung der Kleidungsstücke wurde vor der Beschaffung geprüft. Insgesamt entstehen in diesem Jahr Kosten von rund 111.000 Euro.
„Es macht keinen Sinn, günstig einzukaufen, wenn die Kleidung dann gleich wieder kaputt ist“, erklärt Weede. Katja Steffen sieht das ebenso: „Ich weiß, wenn minderwertigere Kleidung zwei, drei Mal gewaschen wird, müssen wir doppelt kaufen.“
Mit der einheitlichen Ausstattung setzt Seevetal damit nicht nur auf einen zeitgemäßen Auftritt. Die neue Dienstkleidung soll auch nach außen zeigen, welchen Stellenwert die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde hat. Alle Ortswehren treten künftig gemeinsam in einem modernen Erscheinungsbild auf – unabhängig von ihrer Größe.






