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Nach fast zehn Jahren: Die Decatur-Brücke in Maschen öffnet wieder!

Maschen – Nach fast zehn Jahren Sperrung steht die Decatur-Brücke kurz vor ihrer Wiedereröffnung. Am Freitag, 25. September 2026, um 18 Uhr soll die sanierte Brücke wieder für alle Fahrzeuge freigegeben werden. Bürgermeisterin Emily Weede, Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn und Projektleiter Andreas Hein machten sich jetzt vor Ort ein Bild vom Abschluss der Arbeiten.

„Wir sind unglaublich glücklich und stolz, dass die Brücke nach etwas über zwei Jahren Bauzeit fertig geworden ist. Das ist wahnsinnig schnell“, sagt Bürgermeisterin Emily Weede. Die Decatur-Brücke ist bereits seit Herbst 2016 für Kraftfahrzeuge gesperrt.

Nach Angaben der Bürgermeisterin war erst Anfang 2023 nach erneuter Prüfung der Akten- und Rechtslage klar geworden, dass eine Sanierung der Brücke rechtlich alternativlos sei. Ein Abriss wäre demnach nicht zulässig gewesen. Im Frühjahr 2023 beschloss der Rat der Gemeinde Seevetal mehrheitlich die Sanierung, 2024 begannen die Bauarbeiten.

„Das ist eine absolute Rekordzeit, ein 50-Millionen-Projekt in dieser Zeit zu realisieren“, betont Weede.

Letzte Arbeiten laufen bis zur Verkehrsfreigabe

Bis zur Öffnung am 25. September stehen noch einige Arbeiten an. Dazu gehören unter anderem Leitplanken, Beleuchtung, Fahrbahnmarkierungen und Beschilderungen. Außerdem muss noch die Zufahrt über die Rampe in Maschen fertiggestellt werden.

Für die Menschen in Maschen und Hörsten bedeutet die Wiedereröffnung eine deutliche Entlastung. „Endlich können die Maschener den Bahnhof wieder direkt erreichen und die Hörstener in Maschen die Geschäfte und ihre Ärzte. Das freut uns riesig“, sagt Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn.

Die rund 750 Meter lange Decatur-Brücke überquert den Rangierbahnhof Maschen, den größten Rangierbahnhof Europas. Sie verbindet die Gemeindeteile Maschen und Hörsten und erschließt außerdem ein bahneigenes Gewerbegebiet mitten in den Gleisanlagen.

Mit der Freigabe wird auch der Personenbahnhof Maschen wieder von Süden aus erreichbar sein. Pendler können dann wieder den P+R-Parkplatz nutzen und von dort beispielsweise mit der Bahn in Richtung Hamburg oder Hannover fahren.

In der Nähe des Bahnhofseingangs entsteht zudem eine neue, vollständig überdachte Fahrradabstellanlage. Geplant sind ein offener sowie ein abgeschlossener Bereich. Der Zugang zum geschützten Teil soll über eine App erfolgen, die bereits bei anderen Anlagen im Gemeindegebiet eingesetzt wird.

Millionenprojekt bleibt im Zeit- und Kostenrahmen

Die Sanierung der Decatur-Brücke gehört zu den größten Bauprojekten in der Geschichte der Gemeinde Seevetal. Finanziell möglich wurde sie vor allem durch Fördermittel des Landes Niedersachsen.

75 Prozent der Kosten für die Brückensanierung werden nach Angaben der Gemeinde durch das Land getragen. „Ohne die 75-prozentige Förderung der Brückensanierung durch das Land Niedersachsen wäre das Projekt nicht für Seevetal zu stemmen gewesen“, sagt Emily Weede.

Auch beim Zeitplan zeichnet sich eine Punktlandung ab. Bereits im Bauzeitenplan aus dem Jahr 2023 war der 25. September 2026 als Termin für die Verkehrsfreigabe vorgesehen. Nach Angaben der Gemeinde soll das Großprojekt zudem voraussichtlich nahezu im vorgesehenen Budget bleiben.

Weede dankte Projektleiter Andreas Hein sowie den beteiligten Unternehmen Echterhoff und Strabag AG. Hein wiederum hob die Leistung aller Beteiligten hervor: „Auch die schwierigsten Aufgaben, die sich zwischenzeitlich im Projekt ergeben haben, konnten am Ende gemeinsam gelöst werden.“

Redaktion

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