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Leise Stimme mit klarer Haltung: Peter Noßek und sein Harburger Blatt

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(@scharnberg)
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Harburg – Es gibt Journalisten, die laut sind. Und es gibt jene, die bleiben. Peter Noßek gehört zur zweiten Sorte. Als ehemaliger freier Mitarbeiter und Autor der Harburger Anzeigen und Nachrichten und unermüdlicher Streiter für Moral, Anstand und Verstand prägte er über Jahre die publizistische Kultur im Süden Hamburgs. Bescheiden im Auftreten, leise im Ton, aber stets konkret und fordernd in der Sache.

Noßek war nie ein Mann der schnellen Schlagzeile. Ihn interessierte und interessiert nicht das schrille Ereignis, sondern die Bedeutung dahinter. Während andere auf Tempo setzten, setzte er auf Tiefe. Seine Texte zielten nicht auf Empörung, sondern auf Erkenntnis. Er schrieb für kluge Köpfe und für alle, die es werden wollten. Seine Haltung war stets klar, ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu rücken.

Mit dem Harburger Blatt schuf er ein Format, das er augenzwinkernd als "Magatung" bezeichnet. Eine Mischung aus Magazin und Zeitung, reduziert auf wenige Seiten, konzentriert auf das Wesentliche. Keine Dauerpräsenz von Blaulicht und Kriminalität. Stattdessen Geschichte, Einordnung und präzise Beobachtung dessen, was Harburg bewegt.

„Das Harburger Blatt ist ein Gemeinschaftsprojekt, ohne dem Team dahinter wäre das „Magatung“ kaum denkbar“, erinnert Noßek den Autor dieses Berichts. Tatsächlich sind viele der Mitstreiter von Beginn an dabei. Tobias Picker etwa, oder Ralf Schwinge, der inzwischen Rekordhalter in Deutschland mit den meisten Titelbildillustrationen ist. Auch Bernd Muss prägt mit seinem markantem Titelentwurf die Titelseite. Die inhaltliche Arbeit entsteht ehrenanamtlich. Zu nennen wäre außerdem noch die Schüthedruck Verlags GmbH in Rönneburg und ihr Geschäftsführer Hagen Guhr, der durch seine Unterstützung ebenfalls maßgeblich daran beteiligt ist, dass es das Harburger Blatt auch nach mehr als zwölf Jahren noch existiert.

Wenige Seiten, klare Linie und der Mut zur Einordnung

Das Harburger Blatt bringt auf den Punkt, wie Harburg tickt. Es erzählt von Entwicklungen, ordnet politische Entscheidungen ein und stellt Zusammenhänge her, die anderswo oft untergehen. Während viele Medien dem schnellen Klick folgen, folgen Noßek und Team der Überzeugung, dass Journalismus Orientierung geben muss.

Gerade in einer Zeit, in der Lautstärke häufig mit Relevanz verwechselt wird, wirkt dieser Ansatz fast altmodisch. Doch vielleicht ist es genau diese Haltung, die heute mehr denn je gebraucht wird: Weniger Spektakel, mehr Substanz. Weniger Aufgeregtheit, mehr Verstand.

Peter Noßek steht für einen Journalismus, der nicht poltert, sondern argumentiert. Der nicht skandalisiert, sondern erklärt. Eine leise Stimme mit klarer Linie, die in jeden klugen Kopf gehört.

Das Harburger Blatt gibt es unter anderem hier im Zeitschriftenhandel (Liste) für 2 Euro, es erscheint zweiwöchentlich:

  • Handelshof, Nartenstraße 31, 21079 Hamburg

  • Langenbecker Backhus, Winsener Straße 166, 21077 Hamburg

  • Eickhoffs Hofladen, Niedersachsenstraße 11, 21244 Buchholz

  • Leichers Buchhandlung, Meyerstraße 1, 21075 Hamburg

  • Tabakwaren Kähler, Süderelbeweg 2, 21149 Hamburg

  • Papeterie Neitzel, Kirchstraße 22, 21218 Seevetal

  • Edeka Niemerszein, Sand 31, 21073 Hamburg




   
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