Mehr Sicherheit für Kinder: Neue Tempo-30-Strecken in Neugraben kommen
Neugraben – Rund um einen Spielplatz und eine Schule sollen Autofahrer künftig langsamer unterwegs sein: In Neugraben werden zwei weitere Tempo-30-Strecken eingerichtet. Betroffen sind die Neugrabener Bahnhofstraße im Bereich des Spielplatzes an der Ostheide sowie der Geutensweg vor der dortigen Schule. Möglich werden die zusätzlichen Geschwindigkeitsbeschränkungen durch die geänderte Straßenverkehrsordnung, die den Behörden mehr Spielraum für Tempo 30 an besonders schützenswerten Einrichtungen gibt.
Ausgangspunkt war ein Antrag der Grünen und der Linken in der Bezirksversammlung Harburg. Danach sollte geprüft werden, an welchen Spielplätzen im Bezirk von den neuen Möglichkeiten Gebrauch gemacht werden kann. Das Ergebnis der Überprüfung führt nun unter anderem zu einer neuen Tempo-30-Strecke an der Einmündung Neugrabener Bahnhofstraße/Ostheide.
Zwischen den Straßen Bergheide und Ostheide soll künftig Tempo 30 gelten. Direkt an der Ostheide befindet sich ein Spielplatz. Bei zahlreichen anderen untersuchten Spielplätzen besteht nach Angaben der Grünen bereits eine Tempo-30-Regelung. Andere Standorte erfüllen die notwendigen Voraussetzungen nicht, etwa weil kein unmittelbarer Zugang vom Spielplatz zur Straße vorhanden ist.
Auch vor der Schule am Geutensweg kommt Tempo 30
Eine weitere Änderung betrifft den Geutensweg. Nach Angaben der Grünen hat die Verwaltung inzwischen bestätigt, dass auch vor der dortigen Schule eine Tempo-30-Strecke eingerichtet wird. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll zwischen der Bahnunterführung und der Straße Stremelkamp gelten.
„Das ist vor allem für die Kinder und Familien vor Ort eine gute Nachricht“, erklärt Britta Ost, Abgeordnete der Grünen in der Bezirksversammlung Harburg. Dass Autos vor Schulen, Kitas und vergleichbaren schützenswerten Einrichtungen mit Tempo 50 oder noch schneller unterwegs seien, sei für viele Menschen heute nicht nachvollziehbar.
Ost begrüßt deshalb, dass die durch die geänderte Straßenverkehrsordnung geschaffenen Möglichkeiten nun vor Ort genutzt werden. Ziel der beiden neuen Tempo-30-Abschnitte ist insbesondere, die Sicherheit von Kindern und Familien im direkten Umfeld von Schule und Spielplatz zu erhöhen.

Dieses Gezerre um sowas wie eine 30er-Zone finde ich unwürdig. Es gilt immer noch die Prämisse, dass der Autoverkehr so frei wie möglich fließen können soll. Diese Vorgabe und auch die Tempo-50-Regelung innerorts stammt aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts- und da hatten wir ein Zehntel des Verkehrsaufkommens von heute. Bestes Beispiel: Die Schwarzenbergstraße hat im Bereich der Zuwegung zu den beiden Schulen nun eine „Sprunginsel“ bekommen. Normalerweise gehört da ein Zebrastreifen hin und Tempo 30. Ohne ist die Baumaßnahme teurer Aktionismus, man spricht von 1,2 Millionen. Viel Geld für das bisschen Nutzen. Ich bin mit der Arbeit der Verwaltung nicht zufrieden.