Mehr als nur Schule: Neue Aula soll zum Treffpunkt für ganz Finkenwerder werden
Finkenwerder – Die neue Aula der Stadtteilschule Finkenwerder soll nicht nur Schülern zur Verfügung stehen, sondern wieder zu einem wichtigen Veranstaltungsort für den gesamten Stadtteil werden. SPD, Grüne und FDP haben sich deshalb in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte dafür eingesetzt, den geplanten Neubau mit zusätzlicher professioneller Medientechnik auszustatten. Bis zu 11.000 Euro aus investiven bezirklichen Sondermitteln sollen dafür als Co-Finanzierung bereitgestellt werden.
Hintergrund des Neubaus sind die beiden verheerenden Großbrände in den Jahren 2022 und 2023. Innerhalb von nur sieben Monaten wurden große Teile der Stadtteilschule Finkenwerder zerstört. Nach umfangreichen Prüfungen fiel schließlich die Entscheidung, die betroffenen Schulgebäude vollständig neu zu errichten. Bestandteil der Planungen ist auch eine neue Aula.
Für Finkenwerder hat dieser Raum allerdings eine Bedeutung, die über den normalen Schulbetrieb hinausgeht. Wegen der Insellage gibt es im Stadtteil nur wenige geeignete Räumlichkeiten für größere Veranstaltungen. Die Aula der Stadtteilschule wurde deshalb traditionell nicht nur für schulische Veranstaltungen genutzt, sondern stand auch Vereinen und anderen Institutionen zur Verfügung.
11.000 Euro für bessere Veranstaltungstechnik
Die bislang vorgesehene technische Ausstattung des Neubaus orientiert sich vor allem an den Anforderungen des Schulbetriebs. Soll die Aula künftig jedoch wieder für Konzerte, Kulturveranstaltungen, Informationsabende und Veranstaltungen von Vereinen genutzt werden, wäre nach Ansicht der Antragsteller zusätzliche Medientechnik notwendig. Im bisherigen Finanzierungsrahmen stehen dafür allerdings keine weiteren Mittel zur Verfügung.
Mit bis zu 11.000 Euro aus bezirklichen Sondermitteln soll diese Lücke geschlossen werden. Nach Auffassung von SPD, Grünen und FDP wäre die Investition auch langfristig wirtschaftlich sinnvoll. Ohne eine entsprechende Grundausstattung müsste für größere Veranstaltungen immer wieder zusätzliche Medientechnik angemietet werden.
„Die neue Aula darf nicht nur als Teil des Schulgebäudes gedacht werden. Sie ist auch ein wichtiger Veranstaltungsort für ganz Finkenwerder“, erklärt Carina Oestreich, SPD-Sprecherin des Regionalausschusses Finkenwerder. Gerade weil es auf der Insel nur wenige Räume für größere Veranstaltungen gebe, müsse die Chance genutzt werden, die Aula von Beginn an entsprechend auszustatten. Mit einem überschaubaren zusätzlichen Betrag könnten langfristig bessere Voraussetzungen für Kultur, Begegnung und das gesellschaftliche Leben geschaffen werden.
Vereine und Initiativen sollen Aula unkompliziert nutzen können
Auch Birgit Karrasch-Willm, Sprecherin der Grünen im Regionalausschuss Finkenwerder, verweist auf den Mangel an geeigneten Veranstaltungsräumen im Stadtteil. Aus ihrer Sicht sollte deshalb bereits beim Neubau in die notwendige Technik investiert werden, anstatt diese bei späteren Veranstaltungen regelmäßig kostenpflichtig anzumieten.
Die zusätzlichen 11.000 Euro seien sinnvoll investiert und könnten dafür sorgen, dass Vereine und Initiativen die neue Aula künftig unkompliziert für ihre Veranstaltungen nutzen können. Damit könnte aus einem notwendigen Schulneubau zugleich wieder ein zentraler Veranstaltungs- und Begegnungsort für Finkenwerder entstehen.
