Landkreis Stade

Landkreis Stade schickt siebten Hilfskonvoi in die Ukraine

Landkreis Stade – Die humanitäre Hilfe für die Ukraine reißt nicht ab: Landrat Kai Seefried hat am Mittwoch beim Katastrophenschutzzentrum in Stade den bislang größten Hilfstransport des Landkreises in Richtung Ukraine verabschiedet. 40 Freiwillige aus Feuerwehren und Hilfsorganisationen machen sich auf den Weg zur polnisch-ukrainischen Grenze, wo ukrainische Einsatzkräfte den Konvoi übernehmen werden. Der Wert der transportierten Hilfsgüter beläuft sich auf knapp 250.000 Euro.

Die Einsatzleitung liegt erneut in den bewährten Händen von Wilfried Sprekels, ehemaliger Leiter der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises und stellvertretender Stadtbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Stade. Neun vollständig ausgestattete und sofort einsatzbereite Fahrzeuge für Feuerwehren und Rettungsdienste – finanziert durch Spenden auf den Konten bei DRK und Johanniter Unfallhilfe – gehen diesmal in die Ukraine. „Es ist uns ein Herzensanliegen, den Einsatzkräften in der Ukraine zu helfen, die seit mehr als vier Jahren unter widrigsten Bedingungen schier Übermenschliches leisten“, sagt Sprekels. „Sie sind echte Helden!“ Mit dabei sind erneut die Freiwilligen Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft.

Rollatoren, Beatmungsgeräte und ein ausgemustertes Löschfahrzeug

Bereits am Montag waren zwei ukrainische Sattelzüge, beladen mit Dutzenden Paletten voller Hilfsgüter, von Stade aus gestartet. In den Wochen zuvor hatten die Freiwilligen Rollatoren und Rollstühle, Gehhilfen, Verbandmaterial sowie Einsatzkleidung und technisches Gerät zusammengetragen. Auch Stromgeneratoren, Beatmungsgeräte, Pflegebetten und eine Feldküche gehören zur Ladung. Erstmals beteiligt sich die Freiwillige Feuerwehr Buchholz in der Nordheide an dem Konvoi: Sie überführt für ihre Partnerfeuerwehr in der westukrainischen Stadt Brody ein ausgemustertes Löschfahrzeug samt Equipment.

Pro Tour legen die Freiwilligen rund 1.200 Kilometer zurück und sind dabei jeweils mehr als 20 Stunden unterwegs. Landrat Seefried zeigte sich tief beeindruckt vom Einsatz der Ehrenamtlichen: „Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich.“ Der Landkreis stehe weiterhin fest an der Seite der Opfer der russischen Invasion. „Krieg und Terror dürfen keine Antwort sein. Wir dürfen einen Krieg in Europa nicht zur Normalität werden lassen.“

Ein bewegender Abschied mit klaren Worten

Zur Verabschiedung war Vizekonsul Borys Drogomyretskyi vom ukrainischen Generalkonsulat in Hamburg angereist. „Für mich ist das heute ein sehr bewegender Tag! Dank eurer Hilfe wissen wir, dass wir nicht alleine in unserem Kampf sind“, sagte er. „Diese Hilfe ist eine Investition in die Sicherheit von Europa.“ Landrat Seefried schloss sich an: „Wir setzen darauf, dass die Ukraine siegen wird. Das ist die einzige Chance, Frieden und Freiheit in Europa zu sichern.“

Die Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg gewährleiste dabei, dass alle Hilfsgüter zielgerichtet ankommen. Über direkte Kontakte in die Ukraine sei stets abgeklärt, was vor Ort tatsächlich benötigt wird.

Wer die Hilfsaktion unterstützen möchte, kann unter dem Stichwort „Ukraine-Hilfe Landkreis Stade“ spenden – beim DRK-Kreisverband Stade Flüchtlingshilfe gGmbH (IBAN: DE91 2419 1015 1009 3346 00) oder bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Bremen-Verden (IBAN: DE16 3702 0500 0004 3107 18).

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