Bezirk Harburg

Länger zuhause leben: DRK-Projekt in Neuwiedenthal überzeugt Politik und Verwaltung

Neuwiedenthal – Möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben: Genau dabei will das Harburger DRK ältere Menschen mit seinem neuen Projekt „Wohnen bleiben im Quartier“ unterstützen. Wie groß das Interesse an dem Angebot ist, zeigte jetzt ein Besuch von Staatsrat Tim Angerer aus der Sozialbehörde, Harburgs Bezirksamtsleiter Christian Carstensen und Dr. Anke Jobmann, Leiterin des Dezernats Soziales, Jugend und Gesundheit im Bezirksamt Harburg.

Das Projekt ist im Mai gestartet und bislang vor allem im DRK-Stadtteiltreff in der Rehrstieg Galleria beheimatet. Erst in dieser Woche hat das Team um Leiterin Katharina Kellermeier zusätzliche, frisch renovierte Räume nur wenige Meter entfernt bezogen. Dort stehen nun Beratungsräume mit mehr Privatsphäre sowie ein weiterer Begegnungsraum zur Verfügung.

Noch während es in den neuen Räumen nach frischer Farbe roch, informierten sich die Gäste aus Politik und Verwaltung über die bisherigen Erfahrungen, erste Kennzahlen und die weiteren Ziele des Projekts.

Hilfe, damit der Umzug ins Seniorenheim nicht zur einzigen Lösung wird

Im Mittelpunkt stehen ältere Menschen aus Neuwiedenthal, die möglichst lange und sicher in ihrer vertrauten Wohnung leben möchten. Das DRK verbindet dafür persönliche Beratung und Nachbarschaftshilfe mit professioneller Unterstützung.

Dazu gehören unter anderem Angebote durch Pflegekräfte, der DRK-Hausnotruf sowie Veranstaltungen und Aktivitäten, die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und Kontakte im Quartier stärken sollen.

Staatsrat Tim Angerer zeigte sich beeindruckt vom Tempo, mit dem das Team das Projekt seit dem Start aufgebaut hat. „Die Projekte werden wissenschaftlich begleitet und nach den drei Jahren Erstlaufzeit ausgewertet. Darauf basierend werden wir gemeinsam entscheiden, wie es weitergeht. Bei dem, was ich hier heute an Positivem gesehen habe, und das in diesem frühen Stadium, glaube ich aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Angerer.

„Wohnen bleiben im Quartier“ in Neuwiedenthal ist eines von insgesamt sieben entsprechenden Projekten im Hamburger Stadtgebiet. Gefördert werden die Angebote durch die Pflegekassen des Bundes, die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie die Sozialbehörde.

DRK setzt auf ein Team aus Pflege, Sozialarbeit und Bildung

Auch Harburgs DRK-Vorstand Harald Halpick sieht das Projekt gut aufgestellt. „Wir haben für dieses Projekt ein großartiges Team aus unterschiedlichen Berufen, etwa Pflege, Sozialarbeit und Bildung zusammenstellen können. So können sich die älteren Menschen hier im Quartier sicher sein, dass wir sie nicht allein lassen, wenn sie in ihrer angestammten Wohnung bleiben möchten.“

Das Angebot richtet sich nicht nur an ältere Menschen, die Unterstützung für das Leben in der eigenen Wohnung suchen. Auch Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, können sich an das Projekt wenden.

Ansprechpartner finden Interessierte im DRK-Stadtteiltreff in der Rehrstieg Galleria. Dort gibt es auch Informationen zu den kommenden Veranstaltungen. Das Team ist telefonisch unter 0151 1408 5258 erreichbar. Weitere Informationen gibt es beim DRK Harburg.

Redaktion

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