Kunst aus der Erde: Matthias Oppermann zeigt faszinierende „Bildvergrabungen“
Harburg – Kunst, Erde und die Spuren der Zeit treffen im Archäologischen Museum Hamburg auf ungewöhnliche Weise zusammen. Der Hamburger Künstler Matthias Oppermann ist am 19. September 2026 zu Gast und führt persönlich durch die Ausstellung „Bildvergrabungen – Kunst im Dialog mit der Erde“. Ab 15 Uhr erläutert er sein außergewöhnliches Langzeitprojekt und die besondere Entstehungsgeschichte der ausgestellten Werke.
Gemälde wurden zerschnitten und weltweit vergraben
Für sein Projekt „Bildvergrabungen“ bewegte sich Oppermann bewusst an der Grenze zwischen Kunst und Natur, Zerstörung und Veränderung. Im Jahr 2017 zerschnitt der Künstler elf seiner Gemälde in insgesamt 48 Fragmente. Anschließend wurden die einzelnen Teile an unterschiedlichen Orten der Welt in der Erde vergraben.
Erst nach mehreren Jahren kamen die Fragmente wieder ans Tageslicht. Erde, Feuchtigkeit und Zeit hatten sichtbare Spuren auf den Werken hinterlassen und sie auf natürliche Weise verändert. Die Ausstellung im Archäologischen Museum Hamburg präsentiert die Ergebnisse dieses ungewöhnlichen künstlerischen Experiments.
Wenn Kunstwerke wie archäologische Fundstücke wirken
Besonders reizvoll ist die Einbindung der Arbeiten in die archäologische Dauerausstellung des Museums. Die fragmentierten Bilder erscheinen dort beinahe wie Fundstücke aus einer vergangenen Zeit. Verfärbungen, Beschädigungen und organische Veränderungen erzählen von den Jahren unter der Erde und verleihen jedem einzelnen Fragment eine eigene Geschichte.
Bei seiner Führung erklärt Matthias Oppermann, welche Gedanken hinter dem Projekt stehen, wie die Bildvergrabungen umgesetzt wurden und welchen Einfluss der Aufenthalt im Boden auf die Kunstwerke hatte.
Die Künstlerführung findet am Samstag, 19. September 2026, von 15 bis 16 Uhr im Archäologischen Museum Hamburg am Harburger Rathausplatz 5 statt. Die Teilnahme kostet drei Euro zusätzlich zum Museumseintritt. Eine Anmeldung ist unter 040 42871 2497 möglich.
