Jede Sekunde zählt: Wie neue Defibrillatoren in Seevetal Leben retten!
Seevetal – Die Gemeinde Seevetal vergrößert das Rettungsnetz für Notfälle entscheidend: Sämtliche Ortsteile verfügen ab sofort über rund um die Uhr erreichbare Defibrillatoren. Zudem verstärken zahlreiche neu ausgebildete Mobile Retter die Erstversorgung vor Ort. Schon kurz nach dem Aufbau der ersten Geräte zeigte sich der unschätzbare Wert dieser Maßnahme, als Ersthelfer noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes erfolgreich reanimieren konnten.
Insgesamt wurden zehn neue Geräte im gesamten Gemeindegebiet installiert und drei bestehende Standorte an die Außenwände verlegt, um eine ständige Zugänglichkeit zu garantieren. Zeitgleich absolvierten Einsatzkräfte aus Meckelfeld, Ohlendorf, Glüsingen und Moor ein spezielles Training. Dadurch stehen in Seevetal nun 36 zusätzliche Ersthelfer bereit, um bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sofort einzugreifen.
Schneller Einsatz in Glüsingen rettet Betroffenem das Leben
Dass dieses System funktioniert, bewies ein Notfall in Glüsingen nur vier Wochen nach der Installation am dortigen Feuerwehrgerätehaus. Nach der Alarmierung über eine Smartphone-App war der erste Mobile Retter bereits nach drei Minuten und 45 Sekunden an der Einsatzstelle. Wie Andreas Klask vom DRK-Kreisverband Harburg-Land betonte, zählt bei einem Herzstillstand jede Minute, da bereits nach wenigen Minuten irreparable Gehirnschäden drohen.
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Die Ersthelfer der Feuerwehr begannen umgehend mit der Reanimation und arbeiteten anschließend Hand in Hand mit dem eintreffenden Rettungsdienst. Bürgermeisterin Emily Weede hob hervor, dass die ehrenamtlichen Mobilen Retter eine lebensrettende Ergänzung darstellen. Sie überbrücken die kritische Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.
Flächendeckendes Netz und intelligente Technik für maximale Sicherheit
Mit den neuen Geräten stehen in Seevetal insgesamt 33 öffentlich und durchgehend erreichbare AEDs sowie 28 weitere mit eingeschränkten Zugangszeiten zur Verfügung. Die Standorte verteilen sich auf Feuerwehrgerätehäuser, Schulen, Sporthallen und öffentliche Gebäude wie das Rathaus Hittfeld oder die Burg Seevetal. Die modernisierten Defibrillatoren melden ihren Einsatz automatisch an das DRK, sodass verbrauchtes Material umgehend ersetzt werden kann.
Im zweiten Quartal 2026 rückten Mobile Retter in Seevetal zu mehreren Einsätzen aus und trafen in über 80 Prozent der Fälle vor dem Rettungsdienst ein. Andreas Klask ermutigte alle Bürger, im Notfall ohne Zögern zu den Geräten zu greifen: Da diese mit verständlichen Sprachanweisungen durch die Reanimation führen, sind keine Vorkenntnisse erforderlich.






