Große Sorgen und echte Hoffnung: Der emotionale Kampf um Buxtehudes Bahnhofstraße beginnt!
Buxtehude – Nach dem Informationsabend zum geplanten Verkehrsversuch in der Bahnhofstraße mit rund 100 Interessierten hat die Hansestadt Buxtehude angekündigt, in weiteren Beteiligungsformaten auf den Dialog mit Anwohnenden und Geschäftstreibenden zu setzen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Austausch mit den Gewerbetreibenden der Bahnhofstraße. Die Hansestadt möchte deren Erfahrungen und Beobachtungen während des Verkehrsversuchs frühzeitig aufnehmen und in die begleitende Auswertung einbeziehen. Ende Juni hatten Buxtehuderinnen und Buxtehuder den Info-Abend im Foyer des Stadthauses genutzt, um an mehreren Themenständen mit Planern und Expert:innen ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt standen Fragen etwa zur Erreichbarkeit der Bahnhofstraße, zum Radverkehr, zur künftigen Einbahnstraßenregelung und auch wohin die Autoverkehre möglicherweise ausweichen. Viele nutzten die Gelegenheit, ihre Hinweise und Anregungen einzubringen.
Wir nehmen die Erfahrungen aller Beteiligter ernst
Die Fragen aus dem Informationsabend werden nun ausgewertet. Antworten auf häufig gestellte Fragen veröffentlicht die Hansestadt Buxtehude in den kommenden Tagen auf der Projektseite unter www.buxtehude.de/bahnhofstrasse. „Der Informationsabend hat gezeigt, dass die Bahnhofstraße viele Menschen bewegt. Es gibt Zustimmung, aber auch kritische Fragen. Beides gehört zu einem Verkehrsversuch dazu“, sagt Stadtbaurätin Michaela Springhorn. Und weiter: „Wir wissen, dass die Veränderungen Fragen und auch Sorgen auslösen. Deshalb wollen wir den Verkehrsversuch eng begleiten und mit den Anwohnenden, Gewerbetreibenden sowie Besucherinnen und Besuchern im Gespräch bleiben. Nur so können wir gemeinsam bewerten, was funktioniert und wo nachgesteuert werden muss. Die Erfahrungen aller Beteiligter nehmen wir dabei ernst.“
Die Anregung, den Austausch während des Verkehrsversuchs fortzusetzen, greift die Stadtverwaltung auf. Geplant ist ein Runder Tisch mit Anwohnerinnen und Anwohnern. Darüber hinaus wird die Hansestadt auf Gewerbetreibende zugehen und ein eigenes Austauschformat entwickeln. Außerdem sollen während des Versuchs regelmäßig Erfahrungen und Hinweise über die Hotline gesammelt werden. Die Ergebnisse fließen in die laufende Bewertung des Verkehrsversuchs ein. Der Verkehrsversuch beginnt offiziell am 22. August und ist zunächst auf ein Jahr – also über alle vier Jahreszeiten – angelegt. Ziel ist es, die Bahnhofstraße für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende, Anwohnende sowie Kundinnen und Kunden sicherer und attraktiver zu machen. Gleichzeitig soll untersucht werden, wie sich die neue Verkehrsführung auf die Erreichbarkeit und die Aufenthaltsqualität in der Bahnhofstraße auswirkt. Der Verkehrsversuch ist bewusst als Test angelegt. Ziel ist es auf Grundlage praktischer Erfahrungen und belastbarer Daten durch Verkehrsbeobachtungen zu entscheiden. Anpassungen sind auch während des Versuchs möglich.
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Erste Baumaßnahmen beginnen dieses Wochenende
Bereits ab Mitte Juli beginnen die Vorbereitungen im Straßenraum. Dafür werden Markierungen, Beschilderung, Ampelanlagen und Grünflächen angepasst. Diese umfangreichen baulichen Maßnahmen sollen den Verkehrsteilnehmern eine größtmögliche Sicherheit in der geänderten Verkehrssituation bieten. Während der einzelnen Bauphasen muss die Bahnhofstraße abschnittsweise für den Autoverkehr voll gesperrt werden. Einsatzfahrzeuge und Linienbusse können die Baustellen passieren. Der Rad- und Fußverkehr bleibt jederzeit möglich. Einschränkungen für Anwohnende, Kunden und Gewerbetreibende durch Sperrungen des KFZ-Verkehrs werden durch Sonntagsarbeit auf ein Minimum reduziert.
In der Bauphase 1 (KW 29, 12. bis 18. Juli) erfolgt die Markierung der neuen Radverkehrsführung auf der Fahrbahn im Abschnitt Gildestraße bis Genslerweg unter Vollsperrung am Sonntag, 12. Juli. Die Umleitung läuft über Hansestraße – Parkstraße, zudem werden Grünflächenerweiterungen an den Einmündungen angelegt. In Bauphase 2 (KW 30, 19. bis 25. Juli) folgt die Markierung der neuen Radverkehrsführung auf der Fahrbahn im Abschnitt Genslerweg bis Poststraße unter Vollsperrung am Sonntag, 19. Juli mit einer Umleitung über Poststraße – Brüningstraße – Hansestraße sowie dem Anlegen von Grünflächenerweiterungen an den Einmündungen. Bauphase 3 (KW 32, 2. bis 8. August) beinhaltet die Umgestaltung der Kreuzung Gildestraße/Giselbertstraße unter Vollsperrung der Kreuzung am 2. und 3. August mit einer Umleitung über Hansestraße – Brüningstraße sowie der Installation der neuen Beschilderung im Straßenzug Bahnhofstraße. In Bauphase 4 (KW 33, 9. bis 10. August, 16 Uhr) erfolgt der Umbau der Kreuzung Poststraße unter Vollsperrung und die Inbetriebnahme der neuen Verkehrsführung. Die Abschlussarbeiten (KW 33/34, 10. bis 21. August) umfassen den Umbau der Schrägstellplätze, Fahrradanlehnbügel und Grünflächen. Die neue Verkehrsführung wird voraussichtlich ab dem 10. August in Betrieb sein, bis zum offiziellen Start des Verkehrsversuchs am 22. August folgen Restarbeiten. Bei Fragen und Anregungen ist die Hotline ab dem 13. August unter 04161/501-5555 oder per Mail unter bahnhofstrasse@stadt.buxtehude.de erreichbar.






